Wie viele Backlinks braucht man wirklich? (2026 Daten & Benchmarks)

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wie viele backlinks braucht man

Die meisten Ratgeber beantworten diese Frage mit „kommt darauf an“ und lassen dich mit leeren Händen zurück. Das hilft niemandem. Wie viele Backlinks du wirklich brauchst, hängt von drei messbaren Faktoren ab: dem Wettbewerb um dein Keyword, deiner Branche und der Qualität der Links, die du aufbaust. Alle drei lassen sich konkret einschätzen, bevor du auch nur eine einzige E-Mail für Linkaufbau verschickst.

Eine wichtige Korrektur vorab: Die reine Anzahl an Backlinks ist nicht die Kennzahl, die am stärksten mit Rankings zusammenhängt. Entscheidend sind verweisende Domains, also einzelne Websites, die auf dich verlinken, denn Google gewichtet echte Vielfalt an Quellen weit stärker als eine hohe Gesamtzahl beliebiger Links von immer denselben Absendern. Fünfzig Links von einer Website zählen weniger als fünfzig Links von fünfzig Websites. Merk dir das. Diese Grundannahme zieht sich durch den ganzen Artikel.

Das erwartet dich: Benchmarks nach Wettbewerbsstufe, eine Aufschlüsselung nach Branche und ein Fünf-Schritte-Prozess, mit dem du deine eigene Zielgröße berechnest. Dazu kommen ein Qualitätsrahmen, der die benötigte Anzahl reduziert, und eine Einordnung, was KI-Overviews 2026 für deine Backlink-Strategie bedeuten. Wer bis zum Ende liest, verlässt diesen Artikel mit einer konkreten Zielgröße für das eigene Projekt. Nicht mit einer weiteren allgemeinen Einschätzung.

Nicht die Gesamtzahl deiner Backlinks entscheidet über dein Ranking. Entscheidend ist die Anzahl der verweisenden Domains, also unterschiedlicher Websites, die auf dich linken. Zehn Links von zehn verschiedenen Domains wiegen in der Praxis deutlich mehr als zehn Links von derselben Domain, selbst wenn die reine Linkzahl identisch ist. So einfach ist das.

Der Unterschied zwischen „Backlinks gesamt“ und „verweisende Domains“ wird oft übersehen, weil beide Zahlen in jedem Backlink-Tool nebeneinander stehen. Ein Beispiel zeigt es klar. Eine Website mit 300 Backlinks von nur 15 Domains hat ein deutlich schwächeres Linkprofil als eine Website mit 120 Backlinks von 90 unterschiedlichen Domains. Der Grund ist einfach: Google gewichtet die Vielfalt der verlinkenden Quellen stärker als die schiere Menge einzelner Links.

Der Grund ist einfach. Ein Link ist ein Vertrauenssignal. Wenn zehn unabhängige Betreiber jeweils für sich entscheiden, auf deine Seite zu verlinken, ist das ein deutlich stärkeres Signal als ein einzelner Betreiber, der zehnmal auf dich verweist, egal wie gut gemeint. Deshalb ist in diesem Artikel durchgehend von verweisenden Domains die Rede, nicht von der reinen Backlink-Zahl. Wer nur die eigene Backlink-Zahl zählt, ohne nach Domains zu unterscheiden, misst die falsche Kennzahl und trifft darauf basierend die falschen Entscheidungen für den Linkaufbau.

Auch im Reporting zahlt sich das aus. Trag verweisende Domains als Hauptkennzahl ein. Die reine Zahl ist nur Zusatzinfo. So vermeidest du einen typischen Fehler: Ein Blog verlinkt mit fünf Links auf verschiedene Unterseiten deiner Domain und wirkt dadurch wie ein starker Monat, obwohl in Wahrheit nur eine neue Quelle dazukam.

Wie viele verweisende Domains braucht man wirklich für Platz 1?

Der Wettbewerb um dein Keyword entscheidet. Bei geringem Wettbewerb reichen oft einstellige bis niedrige zweistellige Werte. Ganz anders bei hohem Wettbewerb: Hier werden daraus schnell mehrere Dutzend bis über hundert verweisende Domains, wie die folgenden drei Stufen mit typischen Bandbreiten aus der Praxis auf Seite 1 der Suchergebnisse zeigen.

Balkendiagramm: wie viele Backlinks bzw. verweisende Domains je Wettbewerbsstufe (niedrig 3-12, mittel 12-40, hoch 40-150+)
Die typische Spanne verweisender Domains wächst mit dem Wettbewerb: von einstelligen Werten bei Nischenbegriffen bis über hundert bei nationalen Finance-Keywords.

Niedriger Wettbewerb

Zu dieser Kategorie zählen lokale Suchanfragen, sehr spezifische Long-Tail-Begriffe und Nischenthemen mit wenig kommerziellem Interesse. Typische Beispiele sind „Fahrradwerkstatt Prenzlauer Berg“ oder „Anleitung Nähmaschine Modell XY reparieren“. Seiten, die für solche Begriffe auf Seite 1 ranken, kommen typischerweise mit 3 bis 12 verweisenden Domains auf Seitenebene aus. Das reicht oft schon. Lokale Dienstleister brauchen meist nur Einträge in Branchenverzeichnissen und ein paar thematisch passende Erwähnungen, um unter die ersten drei Ergebnisse zu kommen.

Mittlerer Wettbewerb

Hierzu gehören SaaS-Produktvergleiche, Nischenratgeber und moderat umkämpfte Informationsthemen. In der Praxis zeigt sich hier eine Bandbreite von 12 bis 40 verweisenden Domains auf Seitenebene, um konkurrenzfähig zu sein. Entscheidend ist, wie gleichmäßig der Wettbewerb verteilt ist. Halten zwei oder drei dominante Seiten weit überdurchschnittlich viele Domains und liegt der Rest deutlich darunter, lässt sich oft mit besser strukturiertem, vollständigerem Inhalt an diesen schwächeren Plätzen vorbeiziehen, ohne die Spitzenreiter einzuholen.

Hoher Wettbewerb

Nationale Begriffe in Finance, Recht, Versicherung, Gesundheit und Teilen von SaaS zeigen die steilste Kurve. Seiten in den Top 5 für Suchanfragen wie „bestes Geschäftskonto“ oder „Kredit ohne Schufa“ kommen als Richtwert nicht selten auf 40 bis 150 oder mehr verweisende Domains. Die Zahl schockiert viele. Bei diesem Wettbewerbsniveau zählt die Autorität der gesamten Domain stärker als einzelne Links auf die Zielseite, denn der Linkaufbau auf eine bestimmte Seite allein reicht selten aus, wenn die Domain im Hintergrund kein breites, gewachsenes Backlinkprofil vorweisen kann.

Erste Orientierung gibt die Wettbewerbsstufe. Den größeren Unterschied macht aber oft die Branche. Der Sprung ist teils enorm: Zwischen einer lokalen Dienstleistungsbranche und einem stark umkämpften Finanzsegment kann die typische Anzahl verweisender Domains für Seite 1 um ein Vielfaches auseinanderliegen.

Die folgende Tabelle zeigt typische Bandbreiten verweisender Domains für Seiten, die aktuell auf Seite 1 ranken, aufgeschlüsselt nach Branchen, die für Content- und Linkaufbau-Strategien besonders relevant sind. Nimm das als Richtwert. Nicht als exakte, garantierte Schwelle.

BrancheTypische Bandbreite verweisender Domains
SaaS/B2B30 bis 150
E-Commerce40 bis 200
Lokale Dienstleister5 bis 25
Finance/Fintech150 bis 800+
Content/Media60 bis 300

So liest du diese Tabelle

Wichtig dabei: Diese Zahlen sind typische Bandbreiten für aktuell auf Seite 1 rankende Seiten. Es sind keine persönlichen Zielvorgaben für dein Projekt. Dein konkretes Ziel hängt von deinem tatsächlichen Wettbewerbsumfeld für genau dieses Keyword ab, nicht vom Branchendurchschnitt. Merk dir diesen Unterschied.

Ein SaaS-Unternehmen, das ein Nischen-Keyword mit schwachen bestehenden Rankings angreift, braucht mitunter nur 20 bis 30 verweisende Domains, obwohl die Branche insgesamt deutlich höher liegt. Die Tabelle taugt vor allem als Realitätscheck. Der Sprung von lokalen Dienstleistungsthemen in den Finance-Bereich bedeutet einen strategisch relevanten Unterschied im nötigen Backlinkprofil, nicht nur eine kleine taktische Anpassung. Die eigene Zielgröße ermittelst du anders: mit dem Fünf-Schritte-Prozess im nächsten Abschnitt, statt mit dem Branchendurchschnitt.

Branchen-Benchmarks geben dir eine grobe Spanne. Dieser Prozess liefert dir eine konkrete Zahl für dein tatsächliches Ziel-Keyword, basierend auf den Seiten, gegen die du wirklich antrittst.

Fünf-Schritte-Prozess zur Berechnung der eigenen Backlink-Zielzahl
Die fünf Schritte führen von der Analyse der Top-10-Konkurrenten bis zum konkreten Zeitplan für die eigene Zielseite.
  1. Top-10-Konkurrenten identifizieren: Suche dein Ziel-Keyword bei Google und notiere jede Seite auf den Positionen 1 bis 10, jeweils mit Domain und genauer URL.
  2. Verweisende Domains auf Seitenebene prüfen: Nutze ein Backlink-Tool und gib jede konkurrierende URL einzeln ein. Wichtig ist die Zahl auf Seitenebene, nicht auf Domainebene, denn eine Domain mit hoher Gesamtautorität kann auf der konkreten Ranking-Seite trotzdem nur wenige verweisende Domains haben.
  3. Median und 75. Perzentil ermitteln: Sortiere die zehn Werte deiner Konkurrenten von niedrig nach hoch. Der Median, also der mittlere Wert, ist dein Basisziel für die Top 10. Das 75. Perzentil ist dein ambitionierteres Ziel für die Top 3.
  4. Lücke berechnen: Prüfe deine eigene Zielseite mit demselben Tool und ziehe deine aktuelle Anzahl verweisender Domains vom Median deines Konkurrenzsets ab. Das Ergebnis ist die Lücke, die du schließen musst.
  5. Zeitplan anhand realistischer Geschwindigkeit festlegen: Teile die Lücke durch eine realistische monatliche Aufbaurate. Für die meisten kleinen bis mittleren Websites mit systematischem Outreach sind 2 bis 5 neue verweisende Domains pro Monat ein realistischer Richtwert, größere Teams mit Digital-PR-Budget erreichen oft 10 bis 20 pro Monat.

Ein kurzes Beispiel aus dem SaaS/B2B-Bereich: Ein mittel umkämpftes Keyword zeigt bei den zehn Konkurrenten Werte zwischen 8 und 32 verweisenden Domains, der Median liegt bei 16. Aktuell steht die eigene Seite bei 4. Die Lücke zum Median beträgt also 12 verweisende Domains. Bei einer realistischen Geschwindigkeit von 2 bis 3 neuen Domains pro Monat ergibt sich ein Zeitrahmen von etwa 4 bis 6 Monaten. In dieser Zeit rückt die Seite in den Bereich des Medians vor und hat realistische Chancen auf die Top 10. Dieser Zeitplan setzt aber etwas voraus: Die Seite muss inhaltlich mindestens auf Augenhöhe mit den Konkurrenten liegen. Links allein bewegen keine Rankings, wenn die Seite die Suchintention nicht besser erfüllt als der Wettbewerb.

Kostenloser Backlink Checker von Ahrefs zur Prüfung verweisender Domains
Ein Backlink-Tool wie der Ahrefs Backlink Checker zeigt dir die verweisenden Domains jeder konkurrierenden Seite auf Seitenebene. (Quelle: Ahrefs)

Menge ist relevant, aber Qualität wirkt wie ein Multiplikator auf die nötige Anzahl. Wenn dein Backlinkprofil überwiegend aus redaktionellen, thematisch passenden Links besteht, erzielst du mit deutlich weniger verweisenden Domains dieselbe Ranking-Wirkung wie ein Profil aus vielen schwachen Verzeichniseinträgen.

Praktisch heißt das: Besteht dein Linkprofil größtenteils aus Verzeichniseinträgen niedriger Qualität, brauchst du wahrscheinlich mehr verweisende Domains als der Benchmark. Zehn starke redaktionelle Links von thematisch relevanten, autoritativen Seiten übertreffen oft fünfzig schwache Verzeichniseinträge deutlich in ihrer Ranking-Wirkung. Lohnt sich der ganze Aufwand? Ja, aber erst nachdem du die Qualitätsverteilung deines bestehenden Backlinkprofils geprüft hast.

  • Thematische Relevanz: Links von thematisch nahen oder angrenzenden Seiten übertragen mehr Relevanzsignal als branchenfremde Domains, selbst wenn diese insgesamt eine hohe Autorität haben.
  • Autorität der verlinkenden Seite: Entscheidend ist die Stärke der konkreten verlinkenden URL, nicht nur die Domain insgesamt. Sogar eine starke Unterseite einer mittelgroßen Domain kann einen Footer-Link auf einer autoritätsstarken Domain übertreffen.
  • Platzierung im Kontext: Redaktionelle Links im Fließtext eines Artikels wirken stärker als Links in Seitenleisten, Footern oder Boilerplate-Bereichen derselben Domain.
  • Linkattribut: Dofollow-Links geben Linkkraft direkt weiter. Nofollow-Links tragen kaum direkten Ranking-Effekt, liefern aber oft Empfehlungstraffic und Markensignale.
  • Natürlicher Ankertext: Beschreibende, variierende Ankertexte wirken glaubwürdiger als exakt gleiche, überoptimierte Keyword-Ankertexte über viele Links hinweg.

Ein Minimum sind diese Zahlen nicht. Sie zeigen nur, was üblich ist. In mehreren Fällen reichen deutlich weniger verweisende Domains aus, um auf Seite 1 zu landen, vor allem wenn die eigene Seite inhaltlich oder durch Domainautorität einen klaren Vorteil hat.

Wenn deine Domain über Jahre hinweg bereits eine starke, seitenübergreifende Autorität aufgebaut hat, können neue Seiten darauf mit weniger seiteneigenen Links ranken. Der Grund: Eine vergleichbare Seite auf einer neuen, noch unbekannten Domain braucht deutlich mehr. Auch Long-Tail-Keywords mit schwachen, unoptimierten Wettbewerbern lassen sich oft mit sehr wenigen externen Links in die Top 5 bringen. Die konkurrierenden Seiten ranken hier eher zufällig als gezielt optimiert. Manchmal reicht wenig. Starke On-Page-Signale und klare Expertise-Nachweise wirken zusätzlich: Eine gründliche Seite mit zehn Links schlägt regelmäßig eine dünne Seite mit dreißig Links, wenn sie die Suchintention klar besser bedient. Auch internes Linking von bereits autoritätsstarken Seiten auf der eigenen Domain kann einen Teil der externen Linkarbeit ersetzen, weil es Linkkraft intern weitergibt. Und lokale, geografisch eng eingegrenzte Suchbegriffe haben zudem häufig einen so schwachen Wettbewerb, dass eine solide, lokal gut vernetzte Domain ganz ohne nennenswerten externen Linkaufbau rankt.

Prüf das vorher kurz. Lohnt es sich, vor jedem neuen Linkaufbau-Projekt zu checken, ob eine dieser Situationen zutrifft? Wer diesen Schritt überspringt, baut häufig Links für eine Zielgröße auf, die für das eigene Ausgangsniveau gar nicht nötig gewesen wäre, und bindet damit Budget, das an anderer Stelle wirksamer eingesetzt werden könnte.

Eine Obergrenze gibt es nicht. Entscheidend ist allein das Muster, in dem die Links entstehen. Ein plötzlicher, unnatürlich wirkender Anstieg vieler Links kann Googles Spam-Systeme aufmerksam machen, egal wie hoch die absolute Anzahl ist, besonders bei identischem Ankertext oder bei Links aus themenfremden, minderwertigen Quellen.

Folgende Muster gelten als typische Warnsignale für ein unnatürliches Linkprofil:

  • Ein sprunghafter Anstieg neuer verweisender Domains innerhalb weniger Tage ohne erkennbaren Auslöser wie eine virale Aktion oder Presseerwähnung
  • Ein überwiegender Anteil exakt gleicher, keywordoptimierter Ankertexte über viele Links hinweg
  • Auffällig viele Links aus themenfremden, minderwertigen Verzeichnissen oder erkennbaren Linknetzwerken
  • Links, die fast ausschließlich von Seiten mit sehr niedriger eigener Autorität und ohne organischen Traffic stammen
  • Ein Linkprofil, das im Verhältnis zur Content-Menge und Bekanntheit der Seite deutlich überproportional wirkt

Baust du organisch und mit realistischem Tempo auf, musst du dich vor einer reinen Zahl nicht fürchten. Entscheidend bleibt, ob das Muster natürlich aussieht.

KI-Overviews verändern, wie viel organischer Traffic aus einem Ranking entsteht. Die Notwendigkeit von Backlinks selbst stellen sie dabei nicht infrage. Ganz im Gegenteil. Wer in KI-generierten Antworten zitiert werden will, muss weiterhin zunächst organisch ranken, und dafür bleiben verweisende Domains eine zentrale Stellschraube.

Erscheint für eine Suchanfrage eine KI-Overview, sinkt die Klickrate auf das erste organische Ergebnis spürbar, weil ein Teil der Nutzer die Antwort direkt in der Übersicht findet und nicht mehr weiterklickt. Die meisten in KI-Overviews zitierten Quellen stammen trotzdem aus den vorderen organischen Positionen. Wer nicht organisch unter den Top-Ergebnissen rankt, taucht in aller Regel auch nicht als Quelle in der KI-Antwort auf. Das eigentliche Ziel des Linkaufbaus hat sich also nicht verändert. Gestiegen ist nur die Dringlichkeit, unter den Top-Positionen zu landen. Ein Ranking außerhalb der Top-Zone kostet jetzt doppelt Sichtbarkeit, organisch und bei der KI-Zitierung.

Auch KI-Suchwerkzeuge zeigen ein klares Muster. Domains mit einem breiten, langjährig gewachsenen Backlinkprofil werden deutlich häufiger als Quelle herangezogen als Domains mit dünnem Profil. Das gilt auf Domainebene, nicht auf Seitenebene. Markenautorität entsteht über konsequenten Linkaufbau, der sich über Jahre aufbaut. Sie beeinflusst inzwischen direkt, wie sichtbar eine Seite in generativen KI-Antworten ist, und zwar nicht nur in der klassischen Google-Suche.

Für die Praxis ergeben sich drei Anpassungen. Erstens bleibt Linkaufbau auf Seitenebene der wichtigste Hebel für organische Rankings, während der Aufbau verweisender Domains auf Domainebene zusätzlich die Wahrscheinlichkeit einer KI-Zitierung erhöht, und beide Ziele lassen sich über dieselbe Outreach-Arbeit parallel verfolgen. Zweitens zählt Relevanz mehr als Volumen. Thematisch passende, glaubwürdige Links zählen in beiden Kontexten mehr als hohes Linkvolumen aus themenfremden Quellen, und ein Link von einer anerkannten Branchenpublikation hilft dem Google-Ranking ebenso wie der Aufnahme in eine KI-Overview. Drittens sinkt die Klickrate. Erscheint für dein Ziel-Keyword eine KI-Overview, fällt sie selbst auf Position 1 niedriger aus als früher, und genug Autorität für eine KI-Zitierung wird damit zu einer zusätzlichen Sichtbarkeitsquelle neben der klassischen organischen Position, nicht zu deren Ersatz.

Sobald du deine Zielgröße kennst, stellt sich die nächste Frage: Mit welchen Methoden lässt sich die Lücke zuverlässig schließen? Die folgenden Taktiken zeigen den Weg dorthin. Einen vollständigen Linkaufbau-Leitfaden liefern sie nicht, dafür reicht der Rahmen dieses Artikels nicht aus.

Gastbeiträge auf thematisch passenden Fachpublikationen sind der direkteste Weg zu redaktionellen Links. Du identifizierst relevante Publikationen in deiner Nische, pitchst eigene Themenideen und erhältst im Gegenzug Links im Fließtext deines Beitrags. Digital-PR-Kampagnen wirken breiter. Eigene Datenstudien, Umfragen oder Recherchen erzeugen redaktionelle Links im großen Stil, weil Journalisten und Blogger aktiv nach zitierfähigen Zahlen suchen. Gleichzeitig bauen sie verweisende Domains auf Domainebene schneller auf als klassisches Outreach allein. Systematisches Linkaufbau-Outreach über Ressourcenseiten, defekte Links und vergleichbare Ansätze greift bestehende Verlinkungsabsichten auf und wandelt sie in redaktionelle Platzierungen um. Am schnellsten geht internes Linking. Identifiziere deine autoritätsstärksten bestehenden Seiten und verlinke von dort gezielt auf deine neue Zielseite. Das ist kostenlos und sofort verfügbar, noch bevor überhaupt eine Outreach-E-Mail verschickt wird.

Rechne dabei mit realistischen Zeiträumen. Neu gewonnene Links werden je nach Crawl-Frequenz der verlinkenden Seite meist innerhalb weniger Wochen bis zu drei Monaten von Google erfasst. Sichtbare Ranking-Verbesserungen brauchen länger: meist drei bis sechs Monate nach Beginn eines konsequenten Linkaufbaus, nicht sofort nach dem ersten neuen Link. Plane diesen Zeitrahmen von Anfang an ein. So vermeidest du vorschnelle Kurswechsel, selbst wenn die eigentliche Strategie längst funktioniert.

Bei größeren Kampagnen, gerade wenn mehrere Zielseiten gleichzeitig priorisiert werden müssen, hilft ein Tool wie LinkForce dabei, die richtige Ziel-Anzahl und -Qualität pro Seite zu planen und den Fortschritt gegen den eigenen Wettbewerbsvergleich zu verfolgen, statt Linkaufbau ohne konkrete Zahl zu betreiben.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Bei geringem Wettbewerb reichen typischerweise 3 bis 12 verweisende Domains auf Seitenebene. Bei mittlerem Wettbewerb liegt die übliche Spanne bei 12 bis 40, und bei hohem Wettbewerb in nationalen Themen wie Finance oder Versicherung sind es oft 40 bis 150 oder mehr. Eine einzelne universelle Zahl gibt es nicht. Nutze dafür den Fünf-Schritte-Prozess oben.

Für Long-Tail-Keywords mit schwachem Wettbewerb kann eine neue Website teilweise sogar ganz ohne externe Backlinks ranken, wenn der Inhalt die Suchintention klar erfüllt. Das ist die Ausnahme. Für die meisten Keywords mit relevantem Suchvolumen brauchen neue Websites als Richtwert 5 bis 15 verweisende Domains auf der Zielseite, bevor sich verlässliche Top-10-Rankings einstellen. Sinnvoll ist deshalb ein Stufenplan: zunächst gering umkämpfte Long-Tail-Begriffe angreifen, dabei Domainautorität aufbauen und sich schrittweise an umkämpftere Begriffe herantasten.

Das hängt vollständig vom Kontext ab. Nicht von der reinen Zahl. Ein Beispiel macht es klar: Einhundert Backlinks von einhundert unterschiedlichen verweisenden Domains sind eine solide Basis für eine wachsende Website, während einhundert Backlinks von nur fünf Domains, mit je zwanzig Links pro Domain, deutlich weniger wiegen. Bewerte ein Backlinkprofil deshalb immer anhand der Anzahl verweisender Domains, nicht anhand der reinen Linkzahl.

Was ist eine gute Anzahl verweisender Domains?

Auf Domainebene gelten 100 bis 500 verweisende Domains für die meisten gering bis mittel umkämpften Nischen als solide Basis, Websites mit 1.000 bis 5.000 oder mehr können sogar ein breites Keyword-Set abdecken. Für eine einzelne Seite zählt etwas anderes: die zehn aktuell rankenden Seiten für dein Ziel-Keyword. Eine pauschale Schwelle gibt es nicht.

Nein. Mehr Links verbessern Rankings nur dann, wenn sie von thematisch relevanten, autoritätsstarken Domains stammen und redaktionell im Fließtext platziert sind. Große Mengen minderwertiger oder themenfremder Links bringen kaum positive Wirkung und können die thematischen Autoritätssignale sogar verwässern, statt sie zu stärken. Ab einem wettbewerbsfähigen Schwellenwert bringen zusätzliche Links außerdem nur noch abnehmenden Ertrag. Danach zählen nur noch Inhalt und Nutzererfahrung.

Ja, bei manchen Suchanfragen. Long-Tail-Keywords mit klarer Suchintention und schwachen konkurrierenden Seiten landen häufig ganz ohne externe Backlinks in den Top 5. Das bleibt jedoch die Ausnahme, nicht die Regel. Bei jedem Keyword mit spürbarem Wettbewerb steigt die Wahrscheinlichkeit eines guten Rankings mit jeder zusätzlichen verweisenden Domain deutlich.