Infografik-Marketing 2026: Vorteile, Erstellung und Backlink-Aufbau

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Was ist eine Infografik im Marketing?

Eine Infografik im Marketing ist eine visuelle Darstellung von Informationen, Daten oder Prozessen, die Bild und Text so kombiniert, dass komplexe Zusammenhänge auf einen Blick verständlich werden. Mehr braucht es nicht. Sie wird gezielt im Content-Marketing eingesetzt, um Aufmerksamkeit zu gewinnen, Wissen zu vermitteln und eine Marke sichtbar zu machen. Bild und Text bleiben dabei klar kombiniert.

Anders als ein reiner Fließtext nutzt eine Infografik Diagramme, Icons, Zahlen und kurze Textbausteine, um ein Thema schnell erfassbar zu machen. Im Marketing-Kontext verfolgt sie meist eines von drei Zielen: die Zielgruppe aufzuklären, die Markenwahrnehmung zu stärken oder über Content-Distribution zusätzliche Reichweite und Backlinks zu gewinnen. Damit ist sie kein reines Design-Produkt mehr. Sie ist ein strategisches Werkzeug im Marketing-Mix, das Bild und Botschaft miteinander verbindet.

Welche Vorteile bieten Infografiken im Marketing?

Drei Effekte sprechen im Marketing für Infografiken: Sie vereinfachen komplexe Daten, sie stärken das Markenbewusstsein, und sie werden in sozialen Netzwerken deutlich häufiger geteilt als reine Textbeiträge. Richtig eingesetzt, erzielen diese drei Effekte mit wenig Aufwand viel.

Vorteile von Infografiken im Marketing: schnellere Verarbeitung, höhere Shareability, stärkeres Markenbewusstsein

Der wichtigste Vorteil liegt in der Reduktion von Komplexität. Statistiken, Studienergebnisse oder mehrstufige Prozesse lassen sich in Textform oft nur schwer erfassen, vor allem wenn Leserinnen und Leser nur wenige Sekunden Aufmerksamkeit investieren; eine Infografik bricht diese Informationen dagegen in visuelle Häppchen herunter und macht sie leichter erfassbar. Bilder verarbeitet unser Gehirn schneller. Gut aufbereitete Infografiken vermitteln Inhalte deshalb besonders effizient, auch wenn sich dieser Effekt nicht auf eine einzelne feste Kennzahl reduzieren lässt.

Der zweite Effekt betrifft die Markenwahrnehmung. Eine Infografik im einheitlichen Corporate Design, konsequent mit Logo, Farben und Schriftbild der Marke versehen, taucht überall dort auf, wo sie geteilt oder eingebettet wird. So lässt sich mit einem einzigen Asset das Markenbewusstsein steigern, selbst bei Betrachtern, die den ursprünglichen Artikel nie lesen.

Drittens sorgt das Format für höhere Reichweite. Infografiken werden auf Plattformen wie LinkedIn, Pinterest oder Instagram spürbar häufiger geteilt als vergleichbare Textbeiträge, weil sie sich ohne Kontextverlust aus einem Artikel herauslösen lassen. Das erhöht die Chance, dass ein Beitrag organisch von anderen Websites aufgegriffen wird, was wiederum die Grundlage für spätere Backlink-Gewinnung über gezieltes Outreach legt (mehr dazu weiter unten).

Deutsche Marketing-Blogs und Fachredaktionen setzen Infografiken vor allem dann ein, wenn ein Thema viele Zahlen enthält, etwa bei Studien zu Konsumverhalten, Branchenreports oder Vergleichen zwischen mehreren Anbietern. Eigene Auswertungen lassen sich mit wenig Zusatzaufwand als Infografik aufbereiten. So bedient ein einziger Blogartikel plötzlich mehrere Kanäle auf einmal, vom Newsletter über Social Media bis zum späteren Outreach an andere Redaktionen.

Vorteile auf einen Blick:

  • Komplexe Daten vereinfachen: mehrstufige Prozesse und Statistiken werden auf einen Blick verständlich
  • Markenbewusstsein steigern: konsequentes Branding sorgt für Wiedererkennung bei jeder Weiterverbreitung
  • Höhere Shareability: Infografiken werden in sozialen Netzwerken häufiger geteilt als reine Textbeiträge
  • Längere Verweildauer: visuell aufbereitete Inhalte halten Besucher länger auf der Seite
  • Bessere Zugänglichkeit: auch komplexe Fachthemen werden für Laien nachvollziehbar
  • Backlink-Potenzial: gut gemachte Infografiken lassen sich gezielt für den Linkaufbau nutzen

Welche Arten von Infografiken gibt es und wo werden sie eingesetzt?

Im Marketing haben sich fünf Grundtypen von Infografiken durchgesetzt: Statistik-Infografiken, Prozess-Infografiken, Vergleichs-Infografiken, Timeline-Infografiken und geografische Infografiken. Jede Art eignet sich für einen anderen Anwendungsfall, von Social-Media-Posts über Blogartikel bis hin zu PR-Pitches und Sales-Decks. Am Ende entscheidet vor allem eine Frage, welcher Typ zum Einsatz kommt: Wie viel, wie oft oder wie groß, wie läuft etwas ab, welche Option ist besser, oder wie hat sich etwas über die Zeit entwickelt?

  • Statistik-Infografik: Visualisiert quantitative Verhältnisse wie Umfrageergebnisse, Marktanteile oder Studienergebnisse in Form von Balken, Kreisdiagrammen oder Kennzahlen-Kacheln. Beispiel: Eine eigene Kundenumfrage wird als Blogartikel zusammengefasst, damit Leser die wichtigsten Ergebnisse ohne langes Lesen erfassen.
  • Prozess-Infografik: Erklärt Abläufe Schritt für Schritt, etwa wie ein Bestellprozess funktioniert oder wie ein Produkt hergestellt wird. Praxisbeispiel: Der Kundenweg vom ersten Kontakt bis zum Abschluss wird in einem Sales-Deck dargestellt. So kann ein Vertriebsteam den Ablauf in einer einzigen Folie erklären.
  • Vergleichs-Infografik: Stellt zwei oder mehr Optionen, Produkte oder Anbieter nebeneinander. Konkret: Mehrere Softwarelösungen werden in einem PR-Pitch an eine Fachredaktion gegenübergestellt, damit Journalistinnen und Journalisten eine schnelle Einordnung des Marktes erhalten.
  • Timeline-Infografik: Zeigt räumliche und zeitliche Zusammenhänge einer Entwicklung, etwa die Firmengeschichte, eine Produkteinführung oder die Entwicklung eines Marktes über mehrere Jahre. Einsatzbeispiel: Ein Social-Media-Post zum Firmenjubiläum fasst die wichtigsten Meilensteine in einer einzigen Grafik zusammen.
  • Geografische Infografik: Verortet Daten auf einer Landkarte, etwa regionale Unterschiede bei Preisen, Nutzungsraten oder Verfügbarkeit eines Angebots. Beispiel: Eine Pressemitteilung zum bundesweiten Markteintritt zeigt per Karte, in welchen Regionen ein Angebot zuerst verfügbar ist.

Die fünf Grundtypen decken die meisten Anwendungsfälle im Marketing ab, lassen sich in der Praxis aber auch kombinieren. Kombinationen sind üblich. Eine Timeline mit eingebetteten Statistik-Elementen oder eine Vergleichs-Infografik mit einer kleinen Landkarte sind keine Seltenheit, solange die visuelle Hierarchie dabei klar bleibt und nicht mehr als eine zentrale Botschaft pro Grafik transportiert wird. Wichtig ist nur eins. Welcher Typ am besten passt, ergibt sich meist direkt aus dem Ziel: Geht es um Aufklärung, eignet sich eine Statistik- oder Prozess-Infografik, geht es um Positionierung gegenüber dem Wettbewerb, ist eine Vergleichs-Infografik die naheliegendere Wahl.

Was macht eine gute Infografik aus? Qualitätsmerkmale und Erstellung Schritt für Schritt

Drei Dinge entscheiden darüber, ob eine Infografik am Ende überzeugt: eine klare Zielsetzung und Zielgruppenanalyse vor dem Start, gut recherchierte Fakten als Datengrundlage und eine klare visuelle Hierarchie im fertigen Design. Das lohnt sich. Werden diese drei Punkte von Anfang an mitgedacht, spart das spätere Überarbeitungsschleifen und liefert am Ende ein Asset, das sowohl inhaltlich als auch gestalterisch überzeugt und sich auch für spätere Outreach-Kampagnen eignet.

In der Praxis scheitern viele Infografik-Projekte nicht am Design-Tool, sondern an fehlender Vorbereitung: Ohne definierte Zielgruppe entsteht eine Grafik, die niemand konkret anspricht, und ohne saubere Recherche wirken selbst optisch gelungene Infografiken schnell unglaubwürdig. Der folgende Prozess und die anschließende Checkliste helfen dabei, beide Fallstricke zu vermeiden.

Schritt-für-Schritt-Prozess

  1. Zielsetzung und Zielgruppenanalyse: Zunächst klären, wer die Infografik sehen soll und welche Reaktion sie auslösen soll, etwa Wissensvermittlung, Markenaufbau oder Linkaufbau. Ohne diesen Schritt entstehen häufig Infografiken, die zwar hübsch aussehen, aber keiner konkreten Zielgruppe wirklich weiterhelfen.
  2. Datenquellen recherchieren: Zahlen aus verlässlichen Quellen wie offiziellen Statistiken, Branchenverbänden oder eigenen Umfragen zusammentragen und dabei ausschließlich gut recherchierte Fakten verwenden. Eigene Datenerhebungen, etwa eine kleine Kundenumfrage, liefern zusätzlich ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber Infografiken, die nur bereits bekannte Zahlen wiederholen.
  3. Struktur und Storyline festlegen: einen roten Faden definieren, meist chronologisch, nach Wichtigkeit oder als logische Abfolge von oben nach unten. In dieser Phase lohnt sich eine grobe Skizze auf Papier oder im Whiteboard-Tool, bevor die eigentliche Gestaltung beginnt.
  4. Design umsetzen: Farben, Icons, Typografie und Layout im Rahmen des Corporate Designs gestalten, idealerweise mit einem Drag-and-Drop-Editor. Weniger ist hier meist mehr: Eine überladene Fläche mit zu vielen Icons und Farbverläufen lenkt von der eigentlichen Botschaft ab.
  5. Quellenangabe und Faktencheck: jede Zahl mit einer sichtbaren Quelle versehen und die gesamte Infografik vor der Veröffentlichung noch einmal gegenprüfen, idealerweise durch eine Person, die nicht an der Erstellung beteiligt war.

Qualitätsmerkmale im Überblick

  • Klare visuelle Hierarchie zwischen Titel, Zwischenüberschriften und Fließtext, sodass auf den ersten Blick erkennbar ist, was am wichtigsten ist
  • Konsistente Farbpalette und gut lesbare Typografie, auch in kleiner Darstellung auf Mobilgeräten
  • Gut recherchierte Fakten mit sichtbarer Quellenangabe am unteren Rand, damit Redaktionen die Zahlen ohne Rückfrage übernehmen können
  • Logischer Lesefluss, meist von oben nach unten oder von links nach rechts, ohne Sprünge zwischen Themenblöcken
  • Eindeutiges Branding mit Logo, Domain und Markenfarben, damit die Herkunft auch nach mehrfacher Weiterverbreitung erkennbar bleibt
  • Angemessene Dateigröße und Auflösung, damit die Infografik auf verschiedenen Websites ohne Ladeprobleme dargestellt werden kann

Checkliste: Ist Ihre Infografik veröffentlichungsreif?

  • Zielgruppe und Ziel sind klar definiert
  • Alle Zahlen sind mit einer Quelle belegt
  • Eine klare visuelle Hierarchie ist erkennbar
  • Branding mit Logo, Domain und Farben ist konsequent umgesetzt
  • Lesbarkeit wurde auch in verkleinerter Darstellung geprüft
  • Embed-Code und Landingpage stehen vor dem Versand bereit

Die besten Tools für Infografiken im Vergleich

Die Auswahl ist groß. Vier Tools dominieren hierzulande die Erstellung von Infografiken, nämlich Canva, Piktochart, Venngage und Visme, und sie unterscheiden sich vor allem im Preismodell, im Funktionsumfang und im Umgang mit deutschsprachigen Vorlagen und Support.

Canva Infografik-Gestalter: Startseite des kostenlosen Infografik-Tools auf Deutsch
ToolPreismodellBester EinsatzzweckDE-Support/Sprache
CanvaKostenloser Einstieg, Pro-Plan im Abo (typischerweise ca. 10 bis 13 Euro im Monat)Schnelle Social-Media-Grafiken und einfache InfografikenOberfläche komplett auf Deutsch, große DE-Community
PiktochartKostenlose Basisversion mit Einschränkungen, kostenpflichtige Pläne meist ab ca. 15 bis 20 Euro im MonatBusiness-Infografiken mit Datenimport aus TabellenOberfläche primär englisch, kein dedizierter DE-Support
VenngageKostenloser Einstieg, Premium-Pläne meist ab ca. 15 bis 20 Euro im Monat je nach FunktionsumfangVorlagenbasierte Infografiken für Marketing-TeamsOberfläche primär englisch, sehr große Vorlagenbibliothek
VismeKostenloser Einstieg, kostenpflichtige Pläne meist ab ca. 15 bis 25 Euro im MonatUmfangreiche Infografiken inklusive Animationen und PräsentationenOberfläche primär englisch, gute Exportfunktionen für Embed-Code

Alle vier Tools bieten einen Drag-and-Drop-Editor. Auch ohne Design-Erfahrung lässt sich damit in kurzer Zeit eine professionell wirkende Infografik erstellen. Für den Einstieg lohnt sich fast immer eine kostenlose Vorlage aus der jeweiligen Bibliothek, die anschließend mit eigenen Daten, Farben und dem Firmenlogo angepasst wird, statt eine Infografik komplett von null aufzubauen.

Canva eignet sich besonders für Teams, die bereits andere Formate wie Social-Media-Posts oder Präsentationen im Tool erstellen und eine deutschsprachige Oberfläche bevorzugen. Die anderen unterscheiden sich deutlich. Piktochart und Venngage punkten mit spezialisierten Infografik-Vorlagen und eignen sich gut für Marketing-Abteilungen mit wiederkehrendem Bedarf, während Visme durch zusätzliche Animations- und Präsentationsfunktionen auffällt, wenn eine Infografik später auch in einem Sales-Deck weiterverwendet werden soll.

Preise, Plannamen und Funktionsumfang ändern sich bei allen vier Anbietern regelmäßig. Vor einem Abschluss lohnt deshalb ein Blick auf die aktuellen Konditionen direkt auf der jeweiligen Anbieter-Website, statt sich auf ältere Vergleichsartikel oder Screenshots zu verlassen.

Der Weg zu Backlinks führt bei einer Infografik fast immer über gezieltes Outreach an themenrelevante Blogs und Redaktionen: Man bietet die Grafik zur kostenlosen Einbettung an, verbunden mit einem Embed-Code, der automatisch auf die eigene Seite zurückverlinkt. Genau das zählt. Diese Form der digitalen PR funktioniert deshalb gut, weil Redaktionen im Gegenzug für den Link fertigen visuellen Content erhalten, den ihre Leser sehen wollen, statt nur um einen Link gebeten zu werden.

Ablauf des Infografik-Outreach für Backlinks: Infografik erstellen, Zielseiten recherchieren, Outreach-E-Mail senden, Embed-Code mit Backlink, Veröffentlichung

Der entscheidende Unterschied zum klassischen Linkaufbau liegt in der Logik des Angebots. Statt eine Website zu bitten, auf einen Artikel zu verlinken, bietet man an, ein fertiges Content-Stück kostenlos zur Verfügung zu stellen; im Embed-Code selbst ist der Link zur eigenen Domain fest verankert, sodass jede Einbettung automatisch eine Bildquellen-Verlinkung erzeugt. Das schafft Vertrauen. Werkzeuge wie LinkForce können dabei helfen, passende Zielseiten für dieses Outreach zu identifizieren und den Versand samt Nachverfolgung strukturiert zu organisieren.

Wichtig ist, diesen Ansatz von allgemeinem Linkaufbau abzugrenzen: Infografik-Outreach funktioniert nur, wenn tatsächlich ein eigenständiges visuelles Asset existiert, das eine Redaktion sinnvoll in ihren eigenen Content einbauen kann. Der Grund ist einfach. Ein einfacher Blogartikel oder ein PDF reicht dafür nicht aus, weil der zentrale Anreiz, ein fertiges Bild ohne eigenen Gestaltungsaufwand nutzen zu können, dann fehlt.

Wen kontaktieren?

Die besten Ansprechpartner für Infografik-Outreach sind Redakteurinnen, Blogger und Journalisten, die bereits über das Thema der Infografik schreiben oder in der Vergangenheit selbst Infografiken eingebunden haben.

  • Themenrelevante Blogs und Redaktionen, die bereits ähnliche Infografiken veröffentlicht haben, lassen sich über die Google-Bildersuche auffinden, indem man vergleichbare Grafiken hochlädt und prüft, wo sie bereits eingebettet wurden.
  • Fachmagazine und Branchenportale mit einer eigenen Rubrik für Gastbeiträge oder visuelle Inhalte sind besonders empfänglich für fertige, gut recherchierte Assets.
  • Journalistinnen und Journalisten, die regelmäßig zum jeweiligen Thema recherchieren, lassen sich über deren bisherige Artikel und Autorenprofile identifizieren.
  • Betreiber von Linklisten oder Ressourcenseiten im jeweiligen Themenfeld ergänzen ihre Übersichten oft gerne um ein zusätzliches visuelles Element.

Aufbau einer Outreach-E-Mail

Eine wirksame Outreach-E-Mail für eine Infografik ist kurz, persönlich und stellt den Mehrwert für die Redaktion in den Vordergrund, statt direkt um einen Link zu bitten.

  • Betreffzeile mit klarem Bezug zum Thema oder zu einem konkreten Artikel der Redaktion, statt einer generischen Ansprache
  • Ein bis zwei Sätze, die zeigen, dass der bisherige Inhalt der Seite tatsächlich gelesen wurde
  • Das konkrete Angebot: kurze Beschreibung der Infografik plus Direktlink zur gehosteten Version
  • Ein Satz zum Mehrwert für die Leser der Zielseite
  • Der fertige Embed-Code inklusive Bildquelle mit Link, sodass die Einbindung ohne Zusatzaufwand möglich ist

Insgesamt sollte die E-Mail deutlich unter 150 Wörtern bleiben und keine Anhänge enthalten. Das ist wichtig. Stattdessen verlinkt sie auf eine gehostete Version der Infografik, denn Anhänge landen häufiger in Spamfiltern und lassen die Anfrage weniger seriös wirken.

Proof-Box: Embed-Code mit Pflichtlink

Der Embed-Code macht aus einer Content-Distribution überhaupt erst einen Linkaufbau-Kanal. Jede Redaktion, die die Infografik über diesen Code einbindet, verlinkt automatisch zurück auf die eigene Domain. Ein typischer Aufbau sieht so aus:

<p><a href="https://ihredomain.de/infografik-seite/"><img src="https://ihredomain.de/wp-content/uploads/infografik.png" alt="Titel der Infografik, Ihre Marke" width="800" /></a></p>
<p>Quelle: <a href="https://ihredomain.de/infografik-seite/">Ihre Marke</a></p>

Wichtig dabei: Als Ankertext sollte der Markenname oder die reine Domain verwendet werden, nicht ein keywordreicher Linktext, da überoptimierte Ankertexte in Embed-Codes als unnatürliches Linkmuster auffallen können. Das gilt ausnahmslos. Zudem sollte der Link immer auf die Infografik-Landingpage zeigen und nicht direkt auf die Bilddatei, damit dort zusätzlicher Kontext und weiterführende interne Links Platz finden.

Häufige Fehler bei Infografiken im Marketing

Die häufigsten Fehler bei Infografiken im Marketing entstehen nicht beim Design, sondern bei der Vorbereitung und der Distribution. Werden die folgenden Punkte vermieden, steigen sowohl die inhaltliche Qualität als auch die Reichweite der eigenen Infografiken spürbar. Das lohnt sich immer.

  • Informationsüberfrachtung: Zu viele Datenpunkte auf einer einzigen Infografik überfordern die Leser und verwässern die eigentliche Aussage. Besser ist eine zentrale Botschaft pro Grafik, ergänzt um wenige unterstützende Fakten, statt eine komplette Studie in ein einziges Bild zu pressen.
  • Fehlende Quellenangabe: Zahlen ohne sichtbaren Beleg wirken unglaubwürdig und werden von Redaktionen häufig direkt abgelehnt. Jede Zahl sollte deshalb mit einer nachvollziehbaren Quelle versehen sein, idealerweise mit Link zur Originalstudie.
  • Schwacher Distributionsplan: Eine Infografik wird einmal veröffentlicht und danach vergessen, obwohl der eigentliche Aufwand meist in der Distribution liegt. Sinnvoller ist ein fester Plan mit Outreach-Wellen und Nachfassaktionen über mehrere Wochen nach der Veröffentlichung.
  • Fehlendes oder inkonsequentes Branding: Eine Infografik ohne Logo, Domain oder Markenfarben bringt beim Teilen keinen Wiedererkennungswert, selbst wenn sie inhaltlich stark ist. Branding sollte deshalb von Anfang an fest eingeplant und nicht erst am Ende nachträglich ergänzt werden.
  • Zu textlastiges Design: Wenn eine Infografik wie ein Artikel mit Rahmen wirkt, geht der eigentliche Vorteil des Formats verloren und die Lesezeit steigt wieder auf Textniveau. Text sollte auf Kernaussagen reduziert und durch Diagramme, Icons oder Zahlen ersetzt werden.
  • Falsche Zielgröße oder falsches Format: Eine Infografik, die nur als eine riesige Datei ohne Segmentierung existiert, lässt sich schwer in einen Blogartikel einbetten und wird von vielen Redaktionen aus rein technischen Gründen abgelehnt. Ein Format, das sich sowohl am Desktop als auch mobil gut lesen lässt, erhöht die Einbettungsquote spürbar.

Häufige Fragen zu Infografik-Marketing

Was kostet eine professionelle Infografik?

Die Kosten hängen stark vom Umfang ab. Einfache, vorlagenbasierte Infografiken lassen sich bereits mit einem laufenden Tool-Abo umsetzen, während individuell recherchierte und gestaltete Infografiken mit eigener Datenerhebung, Illustration und Faktencheck je nach Aufwand deutlich teurer werden können. Beim Selbermachen mit Tools wie Canva oder Venngage reduzieren sich die Kosten im Wesentlichen auf den jeweiligen Abo-Preis, dafür muss aber Zeit für Recherche und Gestaltung eingeplant werden.

Wie lange dauert die Erstellung einer Infografik?

Für eine einfache, vorlagenbasierte Infografik reichen häufig ein bis zwei Arbeitstage, wenn die Daten bereits vorliegen. Eine individuell recherchierte Infografik mit eigener Datenerhebung, Faktencheck und maßgeschneidertem Design kann dagegen mehrere Tage bis wenige Wochen in Anspruch nehmen, insbesondere wenn mehrere Abteilungen die Inhalte freigeben müssen.

Kann man Infografiken kostenlos erstellen?

Ja, alle gängigen Tools bieten eine kostenlose Basisversion mit eingeschränkter Vorlagenauswahl und Exportfunktion an, die für einfache Infografiken oft ausreicht. Für individuelles Branding, hochauflösende Exporte oder zusätzliche Funktionen wie Animationen ist in der Regel ein kostenpflichtiger Plan notwendig. Mehr braucht es selten.

Pauschal lässt sich das nicht beziffern, denn die Zahl hängt vom Thema, der Qualität der Infografik und dem Umfang des Outreach ab. Genau das ist die Krux. Bei einer gezielten Kampagne an gut recherchierte, themenrelevante Redaktionen sind einige bis mehrere Dutzend Platzierungen realistisch, wobei über Bildersuche und organische Weiterverbreitung im Zeitverlauf zusätzliche Einbettungen hinzukommen können. Entscheidend ist dabei weniger die Zahl der versendeten E-Mails als die Qualität der angeschriebenen Redaktionen.

Wo sollte eine Infografik im Marketing veröffentlicht werden?

Am sinnvollsten ist eine eigene Landingpage auf der Unternehmenswebsite, ergänzt durch Distribution über Social-Media-Kanäle und Newsletter sowie gezieltes Outreach an themenrelevante Blogs und Redaktionen, um zusätzliche Backlinks und Sichtbarkeit zu gewinnen.

Muss eine Infografik immer neu produziert werden oder kann man bestehende Inhalte wiederverwenden?

Bestehende Blogartikel, interne Studien oder Auswertungen lassen sich häufig direkt als Grundlage für eine Infografik nutzen, ohne dass komplett neue Daten erhoben werden müssen. Das lohnt sich oft. Das senkt sowohl den Zeitaufwand als auch die Kosten und ist besonders für Unternehmen sinnvoll, die bereits über gut recherchierten Content verfügen, diesen aber bisher nur als Text veröffentlicht haben.