Tool-Vergleich · 6 Tools

Broken Link Checker: Die besten Tools und wie du kaputte Links findest (2026)

Broken Links finden und beheben: Vergleich der besten Checker, Schritt-für-Schritt-Anleitung und Tipps zur Linkwiederherstellung für deine Website.

Top 3 aus dem Vergleich

Beste für Spot-Checksbrokenlinkcheck.com
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Kostenlos
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Kostenlos ohne Account, bis 3.000 Seiten pro Prüfung
Schnelle Spot-ChecksZum Test
Beste kostenlose OptionAhrefs Webmaster Tools
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Kostenlos für verifizierte eigene Websites (Site Audit, Site Explorer, Web Analytics)
Die eigene Website vollständig prüfenZum Test
Bester Desktop-CrawlerScreaming Frog SEO Spider
Ab
245 €/Jahr
Gratis-Version
Free-Version: 500 URLs pro Crawl
Technische Audits mit RohdatenZum Test
Broken Link Checker: Die besten Tools und wie du kaputte Links findest (2026), Beitragsbild

Du hast deine Website überarbeitet, alte Seiten gelöscht und die URL-Struktur angepasst. Ein paar Wochen später zeigt sich das Problem: Externe Websites verlinken noch auf Seiten, die es nicht mehr gibt, und interne Links führen ins Leere. Googlebot verschwendet Crawling-Zeit auf 404-Seiten, und Besucher prallen auf Fehlermeldungen. Ein Broken Link Checker findet solche Verweise, bevor sie sich festsetzen. In diesem Artikel stellen wir die gängigen Tools vor, zeigen, welches zu welcher Site passt, und erklären, wie du die kaputten Links anderer als Hebel für deinen eigenen Linkaufbau nutzt.

Ein Broken Link Checker ist ein Tool, das Hyperlinks automatisch aufruft und den HTTP-Statuscode jeder Ziel-URL auswertet. Links mit einem Fehlerstatus wie 404 (nicht gefunden), 410 (dauerhaft entfernt) oder 500 (Serverfehler) markiert es als defekt.

Ein Eintrag im Bericht enthält in der Regel drei Angaben:

  • Statuscode: die Antwort des Zielservers, zum Beispiel 404 oder 500
  • Quellseite: die Seite, auf der der Link steht
  • Ziel-URL: die Adresse, auf die der Link zeigt

Das Grundprinzip ist simpel. Die Ergebnisse hängen aber davon ab, wie ein Tool Weiterleitungen und Zeitüberschreitungen behandelt. Ein Link, der über zwei Redirects auf eine Seite führt, sieht im Bericht anders aus als ein direkter Treffer. Eine Firewall, die Bots blockt, kann eine gesunde Seite als Fehler melden. Deshalb solltest du jeden Treffer kurz im Browser öffnen, bevor du etwas änderst.

Grob lassen sich die Tools in drei Gruppen einteilen. Einzel-URL-Checker prüfen eine Seite auf defekte ausgehende Links. Crawler gehen alle Unterseiten einer Domain durch und finden interne wie ausgehende Fehler. Backlink-Datenbanken zeigen dagegen, welche fremden Seiten auf deine toten URLs verlinken.

Wie kaputte Links deinem SEO schaden: 3 Schadensbereiche Crawl-Budget, Link Equity und Nutzererfahrung im Überblick

Ein kaputter Link verschwendet Crawl-Budget und lässt Link Equity verpuffen. Einen direkten Ranking-Effekt von 404-Seiten belegt Google nicht, die Schäden sind also indirekt, aber real. Auf kleinen Sites bleiben sie meist überschaubar, ab einer gewissen Größe summieren sie sich schnell. Welcher der vier Punkte bei dir am schwersten wiegt, hängt davon ab, ob du viele interne Links oder viele externe Backlinks auf toten Seiten hast. Beides lässt sich mit den Tools aus dem nächsten Abschnitt getrennt prüfen.

Verschwendetes Crawl-Budget

Suchmaschinen teilen jeder Domain ein begrenztes Crawl-Budget zu. Die Höhe hängt davon ab, wie autoritär und aktiv die Website ist. Folgt der Googlebot einem internen Link in eine 404-Seite, verbraucht er Kapazität für eine Sackgasse, statt neue Inhalte zu finden.

Stell dir eine Nachrichtenseite vor, die nach einem CMS-Relaunch 300 alte Artikel ohne Weiterleitung löscht. Die alten internen Links zeigen weiter auf diese Seiten, und bei jedem Crawl geht Zeit verloren, die neuen Artikeln fehlt. Bei Sites mit mehr als 1.000 Seiten kann sich das spürbar auswirken, wie schnell neue Inhalte gecrawlt und indexiert werden.

Ein externer Backlink auf eine gelöschte Seite gibt seinen Wert nicht weiter, weil das Signal an der 404-Seite endet. Nimm einen Finanzratgeber, der über Jahre 40 Backlinks gesammelt hat und nach einem Relaunch ohne Redirect verschwindet. Alle 40 Verweise laufen ins Leere.

In den meisten Fällen hilft ein 301-Redirect auf die thematisch passendste noch aktive Seite. Die SEO-Praxis gilt diesen Weg als schnellste Option, verlorene Autorität zurückzuholen. Neu erstellen lohnt sich nur, wenn der alte Inhalt wertvoll war und die Zielseite ihn inhaltlich nicht abdeckt.

Schlechte Nutzererfahrung

Besucher, die auf einen toten Link klicken, landen auf einer Fehlerseite und verlassen die Website meist sofort. Im Shop ist das besonders teuer: Ein defekter Link auf "Ähnliche Produkte" trifft genau den Moment, in dem jemand kaufen wollte.

Google nennt für 404-Seiten keinen Ranking-Malus. Unabhängig von dieser Frage ist eine saubere Navigation aber schlicht die bessere Erfahrung für jeden, der auf deiner Seite landet.

Kaputte interne Linkarchitektur

Interne Links verteilen Autorität innerhalb deiner Domain. Zeigt ein Link aus der Navigation oder von einer Pillar-Seite auf eine gelöschte URL, fließt diese Autorität ins Leere.

Ein typisches Muster aus Content-Audits: Eine Kategorie mit starker Navigation wird umbenannt, bekommt eine neue URL, und die alte wird nicht weitergeleitet. Alle internen Links auf die alte Adresse sind danach defekt, und die Unterseiten verlieren ihren Platz in der Navigation.

Welches Tool passt zu welcher Site?

Kleine WordPress-Sites fahren mit einem Plugin am besten, technische Audits bis 500 URLs erledigt Screaming Frog in der kostenlosen Version, und größere Domains kommen mit Ahrefs Webmaster Tools oder einer bezahlten Lizenz weiter.

SituationEmpfehlungKosten
WordPress-Site, bis etwa 200 SeitenWP Broken Link Checker PluginKostenlos
Technischer Audit bis 500 URLsScreaming Frog SEO Spider (Free)Kostenlos
Eigene, verifizierte Domain mit monatlichem Crawl-KontingentAhrefs Webmaster Tools (Site Audit)Kostenlos
Mehr als 500 URLs am DesktopScreaming Frog SEO Spider (Paid)279 US-Dollar pro Jahr
Backlinks und tote Seiten mit Links findenAhrefs Site ExplorerBezahlter Plan

Die Regel dahinter ist einfach: Wer nur die eigene Site im Blick behalten will, braucht selten mehr als ein kostenloses Tool. Sobald du wissen willst, welche fremden Seiten auf deine toten URLs zeigen, führt kein Weg an einer Backlink-Datenbank vorbei.

Zwei Beispiele zur Orientierung: Ein Blog mit 150 Artikeln auf WordPress braucht im Alltag nur das Plugin, das im Hintergrund prüft und Fehler im Dashboard meldet. Ein Online-Shop mit 8.000 Produktseiten sprengt die kostenlose Screaming-Frog-Version schnell und landet bei Ahrefs Webmaster Tools oder bei der bezahlten Lizenz. Wer zusätzlich wissen will, welche Partnerseiten nach einem Relaunch noch auf alte Produktseiten zeigen, ergänzt das Ganze um den Site Explorer.

Screaming Frog, Ahrefs und die Google Search Console decken zusammen fast alle Fälle ab, ein einziges bestes Tool gibt es nicht. Die Tabelle zeigt die sechs wichtigsten Optionen mit den Kriterien, die bei der Wahl zählen.

ToolTypKostenlosLimitGeeignet für
brokenlinkcheck.comOnline-Site-CheckerJa, ohne AccountBis 3.000 Seiten (Free-Version)Schnelle Spot-Checks
Ahrefs Webmaster ToolsCrawler (Site Audit)Ja, für verifizierte DomainsMonatliches Crawl-KontingentDie eigene Website vollständig prüfen
Screaming Frog SEO SpiderDesktop-CrawlerJa, Free-Version500 URLsTechnische Audits mit Rohdaten
WP Broken Link CheckerWordPress-PluginJaAbhängig von den ServerressourcenWordPress ohne Extra-Tool
Google Search ConsoleIndexierungs-ReportJaZeigt nur Googles SichtCrawl-Fehler aus Googles Perspektive
W3C Link CheckerValidatorJaKein JavaScript-RenderingStandard- und Barrierefreiheitsprüfung

brokenlinkcheck.com

Beste für Spot-Checks
Ab KostenlosGratis-Version: Kostenlos ohne Account, bis 3.000 Seiten pro PrüfungIdeal für: Schnelle Spot-Checks
Screenshot der brokenlinkcheck.com Startseite: kostenloses Online-Tool zum Prüfen kaputte Links auf einer Website

Für schnelle Spot-Checks einzelner Seiten ist brokenlinkcheck.com das einfachste Werkzeug, weil du kein Konto brauchst. Die Ergebnisse erscheinen innerhalb von Sekunden, inklusive Statuscode und Ankertext.

  • Vorteile: sofort einsatzbereit, keine Registrierung, kostenlos
  • Nachteile: Free-Version auf 3.000 Seiten begrenzt, keine Backlink-Analyse
Vorteile
  • Sofort einsatzbereit, keine Registrierung
  • Zeigt Statuscode und Fundstelle im HTML
Nachteile
  • Free-Version auf 3.000 Seiten begrenzt
  • Keine Backlink-Analyse

Fazit: Das einfachste Werkzeug für einen schnellen Check ohne Konto.

brokenlinkcheck.com ansehenPreis geprüft am 5. Oktober 2026, Preisseite des Anbieters · Kostenloser Online-Check ohne Account; Free-Version bis 3.000 Seiten

Ahrefs Webmaster Tools

Beste kostenlose Option
Ab KostenlosGratis-Version: Kostenlos für verifizierte eigene Websites (Site Audit, Site Explorer, Web Analytics)Ideal für: Die eigene Website vollständig prüfen

Für die eigene, verifizierte Domain ist Ahrefs Webmaster Tools die stärkste kostenlose Option. Der Site Audit prüft die eigene Domain und findet defekte interne sowie ausgehende Links.

  • Vorteile: site-weites Crawling ohne Kosten, Recrawls lassen sich planen
  • Nachteile: Der Site Explorer mit Backlink-Datenbank und Konkurrenzanalyse ist kostenpflichtig. Die Backlink-Datenbank gehört zu den größten ihrer Art.
Vorteile
  • Site-weites Crawling ohne Kosten
  • Recrawls lassen sich planen
Nachteile
  • Site Explorer für fremde Domains kostenpflichtig

Fazit: Die stärkste kostenlose Option für die eigene, verifizierte Domain.

Ahrefs Webmaster Tools ansehenPreis geprüft am 5. Oktober 2026, Preisseite des Anbieters · Heißt jetzt Ahrefs Free; kostenlos für Websites mit verifiziertem Besitzer

Screaming Frog SEO Spider

Bester Desktop-Crawler
Ab 245 €/JahrGratis-Version: Free-Version: 500 URLs pro CrawlIdeal für: Technische Audits mit Rohdaten

Screaming Frog ist der richtige Desktop-Crawler, wenn du rohe Daten zu Statuscodes, Ankertexten und Antwortzeiten brauchst. Die kostenlose Version crawlt bis 500 URLs. Für größere Sites kostet die Lizenz laut Preisseite des Anbieters 279 US-Dollar pro Jahr.

  • Vorteile: sehr granulare Daten, anpassbare Filter, läuft lokal ohne Cloud
  • Nachteile: ab 500 URLs kostenpflichtig, kein Zugriff auf eine Backlink-Datenbank
Vorteile
  • Sehr granulare Daten
  • Anpassbare Filter
  • Läuft lokal ohne Cloud
Nachteile
  • Ab 500 URLs kostenpflichtig
  • Keine Backlink-Datenbank

Fazit: Der richtige Desktop-Crawler für rohe Statuscode-Daten.

Screaming Frog SEO Spider ansehenPreis geprüft am 5. Oktober 2026, Preisseite des Anbieters · Lizenz pro Nutzer und Jahr (279 $/Jahr in USD); Free-Version bis 500 URLs
Ab KostenlosGratis-Version: Kostenloses WordPress-PluginIdeal für: WordPress ohne Extra-Tool

Läuft deine Site auf WordPress und willst du keine externe Software einrichten, ist das Plugin die bequemste Wahl. Es prüft Links im Hintergrund und zeigt Fehler direkt im Dashboard an.

  • Vorteile: nahtlose WordPress-Integration, automatische Überwachung
  • Nachteile: Auf großen Sites kann die Hintergrundprüfung Serverressourcen binden, kein Backlink-Zugriff
Vorteile
  • Nahtlose WordPress-Integration
  • Automatische Überwachung
Nachteile
  • Kann auf großen Sites Serverressourcen binden
  • Kein Backlink-Zugriff

Fazit: Die bequemste Wahl für WordPress-Sites ohne externe Software.

WP Broken Link Checker ansehenPreis geprüft am 5. Oktober 2026, Preisseite des Anbieters · Kostenloses Plugin im WordPress-Verzeichnis

Google Search Console

Ab KostenlosGratis-Version: Vollständig kostenlos für verifizierte eigene WebsitesIdeal für: Crawl-Fehler aus Googles Perspektive

Die Search Console zeigt dir, welche Adressen der Googlebot nicht abrufen kann. Das ist die direkteste Sicht darauf, was Google tatsächlich sieht. Unter "Seiten" findest du die Crawling-Fehler.

  • Vorteile: echte Fehler aus Googles Sicht, kostenlos, direkt in Googles Ökosystem
  • Nachteile: keine Angabe, welche Seite den Link gesetzt hat, keine Backlink-Analyse
Vorteile
  • Echte Fehler aus Googles Sicht
  • Kostenlos
Nachteile
  • Keine Angabe der verlinkenden Seite
  • Keine Backlink-Analyse

Fazit: Die direkteste Sicht darauf, was Google tatsächlich sieht.

Google Search Console ansehenPreis geprüft am 5. Oktober 2026, Preisseite des Anbieters · Kostenlos für verifizierte eigene Websites
Ab KostenlosGratis-Version: Kostenloser Online-DienstIdeal für: Standard- und Barrierefreiheitsprüfung

Der W3C Link Checker ist ein Validator für Webstandards und kein SEO-Tool. Er passt am besten zu Barrierefreiheits- oder Compliance-Prüfungen.

  • Vorteile: kostenlos, herstellerneutral, am Standard orientiert
  • Nachteile: kein JavaScript-Rendering, begrenzte Crawling-Tiefe, keine SEO-Metriken
Vorteile
  • Kostenlos und herstellerneutral
  • Am Standard orientiert
Nachteile
  • Kein JavaScript-Rendering
  • Keine SEO-Metriken

Fazit: Validator für Webstandards, kein SEO-Tool.

W3C Link Checker ansehenPreis geprüft am 5. Oktober 2026, Preisseite des Anbieters · Kostenloser Online-Dienst des W3C
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Crawle deine Site mit Screaming Frog oder Ahrefs Webmaster Tools, filtere die 4xx-Fehler, behebe zuerst die internen Links und plane danach einen wiederkehrenden Crawl. Zwei Schadensquellen brauchen zwei Prüfungen: defekte Links auf deiner eigenen Site und tote Seiten, auf die fremde Domains noch verlinken. Beides gehört in den laufenden technischen SEO-Workflow und nicht in eine einmalige Aufräumaktion.

Eigene Website prüfen

  1. Crawl einrichten und starten. In Ahrefs Webmaster Tools legst du das Projekt an und verifizierst die Domain. In Screaming Frog gibst du die Start-URL ein. Schließe beim ersten Lauf die gesamte Domain ein.
  2. Nach 4xx-Fehlern filtern. Im Site Audit findest du defekte interne und ausgehende Links unter den Issues. In Screaming Frog filterst du im Response-Tab nach den 4xx-Statuscodes.
  3. Exportliste anlegen. Exportiere die Treffer als CSV, damit du jeden Fix abhaken kannst, ohne den Überblick zu verlieren.
  4. Quellseite korrigieren. Gibt es eine Nachfolge-URL, setzt du den Link darauf. Gibt es keine, entfernst du den Link oder ersetzt ihn durch eine passende Seite.
  5. Nach Wichtigkeit sortieren. Zuerst kommen Links auf Seiten mit viel Traffic, in der Navigation oder mit vielen internen Verweisen. Seiten ohne Traffic und ohne externe Links stehen am Ende.
  6. Crawl wiederholen. Richte einen wöchentlichen oder monatlichen Lauf ein. Nach einem Relaunch lohnt sich zusätzlich sofort ein vollständiger Crawl.

Nach den Korrekturen startest du am besten einen zweiten Crawl und vergleichst die Ergebnisse mit der Exportliste. Sind dort noch Fehler übrig, liegt es oft an Redirects, die auf eine weitere tote Seite führen, oder an Links, die im Template einer Seite stecken und an allen Unterseiten gleichzeitig auftauchen. Ein einziger fehlerhafter Navigationslink kann so Hunderte Treffer erzeugen, deshalb prüfst du Template-Links zuerst.

Google nutzt die Inhalte von URLs mit einem 4xx-Statuscode nicht und indexiert sie nicht. Interne Links auf tote Seiten führen Crawler und Besucher also ins Leere, weshalb sie in der Reihenfolge ganz oben stehen.

  • Interne Links auf den meistbesuchten Seiten zuerst beheben
  • Tote Seiten mit fünf oder mehr verlinkenden Domains per 301-Redirect umleiten
  • Tote Seiten mit einer bis vier verlinkenden Domains einzeln prüfen: Redirect oder Kontakt zur verlinkenden Seite
  • Tote Seiten ohne externe Links haben niedrige Priorität, gehören aber trotzdem bereinigt
  • Danach einen wiederkehrenden Crawl aktivieren

Checkliste für den wiederkehrenden Crawl:

  • Crawl-Rhythmus festlegen: monatlich bei stabilen Sites, wöchentlich bei Sites mit häufigen Änderungen
  • Nach jedem Relaunch, jeder Umbenennung von Kategorien und jeder Löschung von Inhalten einen Sonderlauf starten
  • Neue 4xx-Treffer in einer Liste vergleichen, damit du siehst, ob ein Fehler neu oder schon bekannt ist
  • Weiterleitungsketten mit mehreren Schritten auf einen direkten Redirect verkürzen
  • Einmal pro Quartal die Broken Backlinks im Site Explorer prüfen

Ein Broken Backlink ist laut Ahrefs ein eingehender Link, der auf eine 404-Seite deiner Website zeigt. Solche Links sind wertvoll, weil die Link Equity schon da ist und nur eine Weiterleitung braucht. Der Report dazu liegt im Bereich Backlinks-Profil im Site Explorer. Er zeigt die verweisenden Seiten mit Anker und Textumfeld und lässt sich nach Ankertext, URL und Domain Rating sortieren und filtern.

  1. Domain im Site Explorer eingeben. Öffne danach den Bericht "Best by links" unter Seiten.
  2. HTTP-Code auf 404 setzen. Der Filter "404 not found" zeigt nur tote Seiten, die noch Backlinks haben.
  3. Nach verlinkenden Domains sortieren. Oben stehen die toten Seiten mit dem größten Linkprofil.
  4. Maßnahme pro Seite festlegen. Leite auf die nächste aktive Seite um, erstelle wertvolle Inhalte neu oder kontaktiere die verlinkenden Domains.
  5. Redirect prüfen. Kontrolliere nach dem Einrichten, ob die alte URL tatsächlich auf die neue Seite weiterleitet, etwa über die Search Console oder das Serverlog.
Q
Linkquellen schneller finden
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Broken Link Building in 3 Schritten: Konkurrenten-Analyse, kaputte Seiten finden, Ersatz-Content anbieten

Broken Link Building heißt, tote Seiten der Konkurrenz mit Backlinks aufzuspüren und dem Webmaster eine funktionierende Alternative aus deinem eigenen Content anzubieten. Viele Seiten verlinken noch auf Ressourcen, die es nicht mehr gibt. Der Webmaster bekommt einen funktionierenden Link, du bekommst einen redaktionellen Backlink. Der Ersatz muss dabei echten Mehrwert bieten, sonst bleibt es ein Werbeangebot. Am meisten Sinn ergibt die Methode bei Ressourcen, die Leser wirklich brauchen, etwa Rechner, Vergleiche, Checklisten oder Studien, die es nicht mehr gibt. Ein Webmaster, der in seinem Artikel auf eine Studie verlinkt, die nicht mehr online ist, freut sich eher über eine aktuelle Quelle zum selben Thema als über einen allgemeinen Blogpost.

  1. Analysiere die Konkurrenz-Domains im Site Explorer über "Best by links" und setze den HTTP-Code auf "404 not found". Sortiere nach verlinkenden Domains, damit die wertvollsten toten Seiten oben stehen. Der Report zählt externe und interne Backlinks pro Seite. Klicke danach in die verlinkenden Domains, um alle externen Seiten zu sehen, die noch auf die tote URL zeigen. Konzentriere dich auf tote Seiten mit mindestens zehn verlinkenden Domains. Kleinere Treffer mit ein oder zwei Links lohnen sich nur, wenn der Inhalt thematisch genau zu einem deiner Artikel passt. Ansonsten verbringst du mit ihnen Zeit, die bei den großen Treffern besser investiert wäre.

  2. Schritt 2: Passenden eigenen Inhalt zuordnen

    Prüfe, ob einer deiner Artikel das Thema der toten Seite bereits abdeckt. Passt nichts, entscheidest du, ob die Linkmenge eine Neuerstellung rechtfertigt. Das Textumfeld im Broken-Backlinks-Report zeigt dir für jede verweisende Seite, welcher Inhalt gemeint war.

  3. Schritt 3: Kontakt aufnehmen und Ergebnisse tracken

    Exportiere die verlinkenden Domains als CSV und prüfe Domain Rating und thematische Relevanz, bevor du Outreach-Zeit investierst. Ahrefs liefert pro verweisender Seite Ankertext und Textumfeld, also genau die Angaben, die für eine Outreach-Liste gebraucht werden. Schreibe dann den Webmaster an, nenne die Quellseite und die tote URL und stelle deinen Ersatz als passende Alternative vor.

    Halte in einer einfachen Tabelle fest, wen du kontaktiert hast, wann du nachgefasst hast und ob der Link aktualisiert wurde. So siehst du, welche Domains noch ausstehen.

    Outreach-Checkliste:

    • Den defekten Link konkret benennen: URL der Quellseite, Ankertext und tote Ziel-URL
    • Deinen Inhalt als passende Alternative vorstellen, nicht als Werbung
    • Kurz schreiben, denn Webmaster lesen selten lange Mails
    • Zeigen, dass du die verlinkende Seite kennst und warum dein Inhalt passt
    • Nach sieben bis zehn Tagen nachfassen, wenn keine Antwort kam

    Wer das regelmäßig und in größerem Umfang betreibt, kann Prospect-Listen und Outreach-Tracking mit einem Tool wie LinkForce bündeln.

Ein Broken Link ist ein Hyperlink, der auf eine Ressource zeigt, die nicht mehr erreichbar ist oder einen Fehlerstatus liefert. Am häufigsten sind 404 (nicht gefunden) und 410 (dauerhaft entfernt). Auch 5xx-Serverfehler und Timeouts gelten als defekt. Auslöser sind meist Relaunches, gelöschte Inhalte und geänderte URL-Strukturen. Ein Link, der nur kurz wegen eines Wartungsfensters nicht antwortet, ist dagegen kein dauerhafter Defekt. Deshalb lohnt sich ein zweiter Prüflauf, bevor du Links umbaust, die eventuell nur vorübergehend ausgefallen sind.

Für kleine Websites mit selten wechselnden Inhalten reicht ein monatlicher Crawl. Wächst die Site regelmäßig, ist ein wöchentlicher Rhythmus sinnvoll. Direkt nach einem Relaunch oder einer URL-Umstellung ist ein zusätzlicher Crawl Pflicht, denn dort entstehen die meisten neuen Fehler auf einmal. Externe Links laufen im Laufe der Monate ebenfalls ins Leere, deshalb lohnt sich zusätzlich eine Prüfung der Broken Backlinks etwa einmal pro Quartal.

Macht Google 404-Fehler zu einem Rankingfaktor?

Google dokumentiert für 4xx-URLs nur, dass ihre Inhalte nicht genutzt und nicht indexiert werden. Ein direkter Ranking-Effekt von 404-Fehlern steht in dieser Dokumentation nicht. Relevanter sind die indirekten Folgen: verschwendetes Crawl-Budget, unterbrochene Weitergabe von Link Equity und Besucher, die auf einer Fehlerseite hängen bleiben. Wichtiger als die Zahl der 404-Seiten ist deshalb, ob auf tote Seiten noch externe Backlinks zeigen.

Was ist der Unterschied zwischen 404 und 410?

Ein 404 meldet, dass eine URL gerade nicht gefunden wurde, ein 410, dass die Seite dauerhaft entfernt ist. Beide sind 4xx-Antworten, die Google beim Crawling und bei der Indexierung gleich behandelt. Wähle den Code danach, was dein Server tatsächlich meint: 410 bei einer bewussten Löschung ohne Ersatz, 404 wenn die Adresse schlicht nicht existiert.

Broken Link Building ist eine Linkaufbau-Methode. Du findest tote Links auf fremden Websites und schlägst als Ersatz einen passenden eigenen Artikel vor. Der Webmaster bekommt einen funktionierenden Link statt einer Fehlerseite, du bekommst einen redaktionellen Backlink. Die Ansprache beginnt mit einem konkreten Problem statt mit einer Bitte, und das macht sie sachlich statt werblich.

Für die Analyse fremder Domains ja. Den Report "Best by links" mit dem 404-Filter gibt es im Ahrefs Site Explorer, und der ist kostenpflichtig. Die Google Search Console zeigt dir nur deine eigenen Crawling-Fehler, nicht die toten Seiten anderer Websites. Für deine eigene Domain reichen dagegen die kostenlosen Optionen aus dem Vergleich.

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