Dofollow vs. Nofollow: Was ist der Unterschied und wie nutzt du beide richtig? (2026)

Last updated: 17 min read
dofollow nofollow

Jeder Link im Web verhält sich technisch auf eine von zwei Arten: Er gibt PageRank an die Zielseite weiter, oder er tut es nicht. Mehr Optionen gibt es nicht. Diese eine Unterscheidung entscheidet darüber, ob eine Verlinkung für dein Ranking zählt oder nicht, und sie steckt hinter jeder sauberen Linkbuilding-Strategie, jeder redaktionellen Richtlinie und jedem SEO-Audit. Wer Backlinks aufbauen will, kommt an dofollow und nofollow nicht vorbei, egal ob als Linkgeber oder als Seitenbetreiber, der eingehende Links bewertet.

Kurz gesagt: Ein Dofollow-Link ist der technische Standardzustand jedes HTML-Links und gibt Linkjuice sowie Ranking-Signale an die Zielseite weiter. Beim Nofollow-Link ist das anders. Er trägt das Attribut rel=“nofollow“ (oder eine seiner Varianten rel=“sponsored“ und rel=“ugc“) und signalisiert Google, dass die verlinkende Seite keine redaktionelle Empfehlung ausspricht. Seit September 2019 behandelt Google nofollow allerdings nur noch als Hinweis, nicht mehr als strikte Anweisung. Die Grenze zwischen beiden Linktypen ist dadurch in der Praxis etwas unschärfer geworden.

Ein Dofollow-Link ist ein ganz gewöhnlicher HTML-Link ohne rel-Attribut, der PageRank und Linkjuice von der verlinkenden Seite an die Zielseite weitergibt. Einstellen oder markieren musst du dafür nichts. Sobald du einen Link ohne rel=“nofollow“, rel=“sponsored“ oder rel=“ugc“ setzt, gilt er automatisch als Dofollow. Google, Bing und andere Suchmaschinen crawlen ihn, werten ihn als Empfehlung und rechnen ihn deinem Ranking-Profil zu.

Ein einfaches Beispiel aus der Praxis: Wenn ein Fachmagazin für Mittelstandsfinanzierung in einem Artikel über Geschäftskonten auf die Website eines Kontoanbieters verlinkt, ohne den Link zu markieren, ist das ein Dofollow-Link. Für die Suchmaschine sieht das wie eine redaktionelle Empfehlung aus: „Diese Quelle ist relevant und vertrauenswürdig genug, dass wir aktiv auf sie verweisen.“

Im offiziellen HTML-Standard taucht der Begriff „Dofollow“ selbst gar nicht auf. Er ist reiner SEO-Jargon. Ein Community-Begriff aus der Branche für „ein Link, der sich so verhält wie ein Link ohne Einschränkung“, also den Normalfall.

Setzt eine Seite einen Dofollow-Link, fließt ein Teil des PageRanks von der Quellseite zur Zielseite. Google interpretiert das als redaktionelle Empfehlung: Die verlinkende Website vertraut der Zielseite so weit, dass sie ihre eigenen Besucherinnen und Besucher dorthin schickt. Der Aufbau von Dofollow-Backlinks aus autoritativen Domains zählt nach wie vor zu den stabilsten Rankingfaktoren, die es in der organischen Google-Suche gibt.

Wichtig dabei: Jeder neue Dofollow-Link von einer Domain, die bisher noch nicht auf dich verwiesen hat, trägt stärker zu deiner Domain Rating (bei Ahrefs) oder Domain Authority (bei Moz) bei als ein weiterer Link von einer Domain, die bereits in deinem Backlink-Profil vertreten ist. Ein einziger neuer Linkgeber wiegt oft mehr als zehn zusätzliche Links von einer Quelle, die du schon hast. Bei der Bewertung des eigenen Backlink-Profils lohnt es sich deshalb, nicht nur auf die Gesamtzahl der Links zu schauen, sondern gezielt auf neue, noch unverbrauchte verweisende Domains.

Das HTML-Attribut rel=“nofollow“ kennzeichnet einen Nofollow-Link und weist Suchmaschinen-Crawler an, PageRank nicht an die Zielseite weiterzugeben. Eingeführt hat Google das Attribut im Januar 2005, um Kommentarspam einzudämmen, der damals Blogs und Foren im großen Stil überflutete. Das war der ursprüngliche Zweck. Seit September 2019 gilt nofollow allerdings nicht mehr als strikte Anweisung, sondern nur noch als Hinweis, den Google nach eigenem Ermessen berücksichtigt.

Technisch sieht ein Nofollow-Link im Quellcode so aus wie ein normaler Link, nur eben mit dem zusätzlichen Attribut:

`<a href=“https://beispiel.de“ rel=“nofollow“>Ankertext hier</a>`

Das Attribut sagt dem Crawler im Grunde: „Ich bestätige, dass dieser Link existiert, aber ich spreche keine Empfehlung für das Ziel aus.“

Die Geschichte von Nofollow seit 2005

In den frühen 2000er-Jahren wurden Blogkommentare zu einem der größten Einfallstore für Linkspam. Spammer setzten automatisierte Skripte ein, die tausende Kommentare mit eingebetteten Links absetzten, einzig um PageRank abzugreifen. Google reagierte. Im Januar 2005 kündigte das Unternehmen das Attribut rel=“nofollow“ an. Seitenbetreiber konnten damit auf andere Seiten verlinken, ohne ein Ranking-Signal weiterzugeben. WordPress übernahm die automatische Nofollow-Markierung für Kommentare fast unmittelbar danach, andere große Plattformen zogen kurz darauf nach.

In der ursprünglichen Version war nofollow eine harte Anweisung: Google crawlte die verlinkte Seite über diesen Link nicht, gab kein PageRank weiter und rechnete den Link keiner Autoritätsmetrik zu.

Googles Update von 2019: Vom Befehl zum Hinweis

Im September 2019 kündigte Google eine grundlegende Änderung an. Ab März 2020 sollte nofollow nicht mehr als verbindliche Anweisung gelten, sondern nur noch als „Hinweis“ („hint, not a directive“). Das bedeutet: Google kann nofollow-Links trotzdem crawlen, indexieren und in manchen Fällen sogar begrenzte Ranking-Signale über sie weitergeben, ganz nach eigenem Ermessen.

Für alle, die Linkbuilding betreiben, hat das zwei praktische Konsequenzen. Erstens können nofollow-Links von autoritativen Domains trotzdem dazu führen, dass Google die verlinkte Seite entdeckt und indexiert. Zweitens können indirekte Effekte wie Referral-Traffic, die gemeinsame Nennung einer Marke im Kontext eines Themas oder Muster im Ankertext das Ranking beeinflussen, selbst ohne direkte PageRank-Weitergabe. Ein nofollow-Link von einer großen deutschen Nachrichtenseite wie SPIEGEL Online oder der FAZ ist also auch nach 2019 alles andere als wertlos.

rel=sponsored und rel=ugc: Die zwei Nofollow-Varianten

Zusammen mit der Hinweis-Änderung von 2019 führte Google zwei weitere Link-Attribute ein, die nofollow in bestimmten Situationen ergänzen oder ersetzen.

rel=“sponsored“ ist für jeden Link gedacht, der aufgrund einer bezahlten Beziehung existiert. Das betrifft gesponserte Beiträge, native Advertising-Formate, Affiliate-Links und jede andere vergütete Platzierung. Platziert etwa eine deutsche Fintech-Marke einen bezahlten Gastbeitrag auf einem Wirtschaftsblog, muss sie den enthaltenen Link mit rel=“sponsored“ auszeichnen, allein schon aus Compliance-Gründen. Ein Dofollow-Link auf gesponserten Inhalten riskiert eine manuelle Abstrafung durch Google.

Für Links, die in Blogkommentaren, Forenbeiträgen und Community-Fragen und -Antworten auftauchen, ist dagegen rel=“ugc“ (user generated content) vorgesehen. Das Attribut signalisiert Google, dass der Link von einer dritten Partei stammt, deren Qualität die Seite selbst nicht garantieren kann.

Die beiden Attribute lassen sich auch kombinieren, wenn ein Link sowohl gesponsert als auch nutzergeneriert ist:

`<a href=“https://beispiel.de“ rel=“nofollow sponsored“>Gesponserter Link</a>`

Dofollow vs. Nofollow: Die wichtigsten Unterschiede

Vergleichstabelle: Dofollow-Link vs. Nofollow-Link nach sieben Merkmalen
Die sieben wichtigsten technischen Unterschiede zwischen Dofollow- und Nofollow-Links auf einen Blick.

Der grundlegende Unterschied liegt darin, ob PageRank und Linkjuice weitergegeben werden oder nicht: Dofollow tut es standardmäßig, Nofollow blockiert es explizit, seit 2019 allerdings nur noch als Hinweis statt als Garantie. Doch damit ist noch nicht alles gesagt. Für die tägliche SEO-Praxis lohnt sich ein genauerer Blick auf sieben Dimensionen, in denen sich beide Linktypen unterscheiden.

MerkmalDofollow-LinkNofollow-Link
HTML-Syntaxkein rel-Attribut nötigrel=“nofollow“ (oder sponsored/ugc) erforderlich
Gibt PageRank weiter?JaNein, beziehungsweise nur als „Hinweis“ seit 2019
Gibt Linkjuice weiter?JaNein
Wirkt sich auf Domain Rating / DA aus?Ja, direkter EffektHöchstens indirekt
Standardverhalten?JaNein, muss aktiv gesetzt werden
Typischer EinsatzzweckRedaktionelle Empfehlungen, interne LinksBezahlte Links, nutzergenerierte Inhalte, ungeprüfte Quellen
Abstrafungsrisiko bei falscher NutzungHoch, wenn bezahlte Links dofollow bleibenGering, von Google für bezahlte Links sogar empfohlen

Diese Tabelle solltest du dir merken, wenn du dein eigenes Backlink-Profil oder eingehende Linkanfragen bewertest: Die Frage ist nie nur „Ist der Link da“, sondern immer auch „Welchen Wert hat dieser Link technisch für mein Ranking“.

Nofollow (oder eine seiner Varianten rel=“sponsored“ und rel=“ugc“) gehört immer dann eingesetzt, wenn du auf eine Seite verlinkst, die du redaktionell nicht empfehlen kannst oder willst. Das betrifft vor allem bezahlte Platzierungen, Affiliate-Links, nutzergenerierte Inhalte und Quellen, die du nicht ausreichend prüfen kannst.

Bezahlte und gesponserte Inhalte

Existiert ein Link aufgrund einer Zahlung, muss er rel=“nofollow“ oder rel=“sponsored“ tragen, unabhängig davon, ob du die Platzierung kaufst oder verkaufst. Googles Richtlinien zu Linkspam sind an dieser Stelle eindeutig: Bezahlte Links, die als Dofollow stehen bleiben, gelten als Versuch, PageRank künstlich zu manipulieren. Die Konsequenzen reichen von einer Ranking-Unterdrückung auf einzelnen Seiten bis zu einer sitewide manuellen Maßnahme.

Betreibst du gesponserte Beiträge, Display-Werbung mit eingebetteten Links oder irgendeine Form von native Advertising, markiere jeden ausgehenden Link als gesponsert, bevor der Inhalt live geht. Das gilt zum Beispiel auch für ein deutsches Reisemagazin, das einen bezahlten Artikel über einen Mietwagenanbieter veröffentlicht.

Affiliate-Links sind per Definition eine vergütete Beziehung: Die Zielseite zahlt eine Provision, sobald jemand klickt und konvertiert. Das ist eine Form der Bezahlung und muss entsprechend gekennzeichnet werden. Behandle jeden Affiliate-Link wie einen gesponserten Link und versieh ihn mit rel=“nofollow“ oder rel=“sponsored“. Viele WordPress-Plugins für Affiliate-Verwaltung erledigen das zwar automatisch, trotzdem lohnt es sich, den ausgegebenen HTML-Code regelmäßig stichprobenartig zu prüfen, etwa bei einem Preisvergleichsportal für Kreditkarten oder Geschäftskonten.

Nutzergenerierte Inhalte

In die UGC-Kategorie gehört jeder Link, den nicht deine Redaktion, sondern eine Besucherin oder ein Besucher einreicht. Blogkommentare, Forenantworten, Beiträge in Community-Boards und Antworten in Q&A-Bereichen fallen alle darunter, und hier gilt durchgängig rel=“ugc“. Eine Ausnahme kann eine Person sein, die kontinuierlich wertvolle, thematisch passende Links beisteuert: Bei ihr lässt sich im Einzelfall entscheiden, bestimmte Links manuell auf dofollow umzustellen. Der Standardfall sollte aber nofollow bleiben.

Ungeprüfte oder nicht vertrauenswürdige Quellen

Musst du eine Quelle zitieren, die du nicht vollständig prüfen kannst, etwa einen Forenbeitrag, eine wenig bekannte Nischenseite oder eine Referenz, die du selbst nur aus einem anderen Artikel übernommen hast, setze den Link auf nofollow. Damit bestätigst du die Existenz der Quelle, ohne Autorität an ein Ziel weiterzugeben, für das du nicht garantieren kannst.

Automatisch generierte oder doppelte Seiten

Paginierungslinks, druckfreundliche Versionen, facettierte Navigationsseiten und Duplikate mit URL-Parametern müssen kein PageRank ansammeln. Werden sie auf nofollow gesetzt, bleibt das Crawling-Budget auf die Seiten fokussiert, die für die Indexierung tatsächlich relevant sind.

Dofollow-Links gehören immer dann eingesetzt, wenn du eine echte redaktionelle Empfehlung aussprichst oder intern zwischen deinen eigenen Seiten verlinkst. In beiden Fällen soll der Linkwert ungehindert fließen, weil du für die Qualität des Ziels einstehst.

Die klarsten Fälle sind hochautoritative externe Ressourcen, die du unabhängig von jedem Linkbuilding-Vorteil empfehlen würdest, Zitate aus Primärforschung oder Originaldaten sowie Tools, die du selbst getestet hast und für gut befindest. Wenn ein Klick auf den Link der lesenden Person tatsächlich weiterhilft, ist Dofollow die richtige Wahl. Verlinkt beispielsweise ein Ratgeberartikel über Geschäftskonten auf die offizielle Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank, spricht nichts gegen einen Dofollow-Link.

Alle normalen internen Links sind standardmäßig dofollow und sollten das auch bleiben. Interne Links verteilen PageRank innerhalb der eigenen Website und signalisieren Google gleichzeitig, welche Seiten am wichtigsten sind. Füge internen Links keinesfalls nofollow hinzu, um PageRank künstlich auf bevorzugte Seiten umzulenken. Warum dieser Ansatz nach hinten losgeht, erklärt der folgende Abschnitt zum PageRank Sculpting.

Zu verstehen, welche externen Dofollow-Links von neuen verweisenden Domains kommen und welche von Domains, die bereits in deinem Profil stehen, ist ein zentraler Baustein jeder Backlink-Strategie. Wer sein eigenes Profil regelmäßig auswertet, sieht genau, welche Quellen den meisten Wert beisteuern und wo sich weitere Akquise lohnt.

PageRank Sculpting war Mitte der 2000er-Jahre eine beliebte Taktik: interne Links zu weniger wichtigen Seiten wurden auf nofollow gesetzt, in der Annahme, dass der dadurch „gesparte“ PageRank stattdessen bevorzugt an die wichtigen Seiten fließt. Die Idee klang plausibel. Google entkräftete sie 2009 trotzdem ausdrücklich.

Der Grund, warum das nicht funktioniert: Der PageRank, der über einen nofollowten internen Link geflossen wäre, wird nicht automatisch auf die verbleibenden Links umverteilt. Er verschwindet stattdessen einfach aus der Rechnung. Die Linkkraft verpufft, statt umgeleitet zu werden.

Die praktische Konsequenz: Interne Links zu „unwichtigen“ Seiten auf nofollow zu setzen, verbessert die Priorität deiner wichtigen Seiten nicht. Es verschwendet lediglich Linkkraft. Willst du verhindern, dass eine Seite unnötig PageRank ansammelt, nutze stattdessen ein Canonical-Tag oder schränke sie über die robots.txt ein. Willst du dagegen, dass eine Seite gut rankt, baue eine starke interne Verlinkung dorthin auf und halte diese Links konsequent dofollow.

Am schnellsten findest du es über den Inspect-Element-Modus deines Browsers heraus, das dauert bei einem einzelnen Link nur wenige Sekunden. Für ganze Seiten oder Domains reicht das aber nicht. Dafür gibt es vier weitere Methoden, von der Browser-Erweiterung bis zum vollständigen Bulk-Crawl.

Nummerierte Liste: 5 Methoden, um Dofollow- und Nofollow-Links zu erkennen
Fünf Wege, das rel-Attribut eines Links zu prüfen, vom einzelnen Link bis zum kompletten Website-Crawl.

Browser Inspect Element (am schnellsten)

Rechtsklick auf einen beliebigen Link, dann „Untersuchen“ in Chrome, Firefox oder Edge auswählen (in Safari heißt die Funktion „Element untersuchen“). Die Entwicklertools des Browsers markieren daraufhin den Anchor-Tag im Quellcode. Schau dir das rel-Attribut an:

  • Kein rel-Attribut, oder rel enthält nur „noopener“ oder „noreferrer“: Dofollow
  • rel=“nofollow“, rel=“sponsored“ oder rel=“ugc“: Nofollow

Für einen einzelnen Link, den du gerade prüfen willst, dauert das keine zehn Sekunden. Ein Screenshot des Inspect-Element-Fensters mit einem markierten rel-Attribut zeigt dir später in der Praxis, wie genau das im Quellcode aussieht.

SEO-Browser-Extension

Erweiterungen wie die Ahrefs SEO Toolbar, MozBar oder SEOquake legen visuelle Markierungen über jeden Link auf einer Seite. Nofollow-Links werden dabei meist farblich hervorgehoben oder mit einem Icon versehen. Diese Methode eignet sich, wenn du eine ganze Seite auf einen Blick scannen willst, etwa um zu prüfen, ob eine potenzielle Gastbeitrags-Seite grundsätzlich alle ausgehenden Links auf nofollow setzt, bevor du Zeit in eine Pitch investierst.

Ahrefs Site Explorer

Die praktikabelste Lösung im großen Maßstab für die Analyse deines eigenen Backlink-Profils ist der Ahrefs Site Explorer. Gib deine Domain ein, öffne den Backlinks-Bericht und nutze den Filter „Link type“, um zwischen Dofollow- und Nofollow-Backlinks umzuschalten. Du erhältst die Anzahl je Typ, die dahinterstehenden verweisenden Domains und die Ankertext-Verteilung für den Dofollow-Anteil.

Der Ahrefs Backlink Checker mit Eingabefeld für Domain und Statistiken zur Backlink-Datenbank
Der kostenlose Ahrefs Backlink Checker: Domain eingeben und Dofollow- sowie Nofollow-Backlinks direkt filtern. (Quelle: Ahrefs)

Screaming Frog (Bulk-Crawl)

Willst du alle ausgehenden Links auf der eigenen Website im großen Stil prüfen, ist Screaming Frog das richtige Werkzeug. Crawle deine Website, öffne den „Links“-Export und filtere die Spalte „Follow“. Jeder ausgehende Link ist dort mit „Follow“ oder „NoFollow“ markiert. Der Export als CSV eignet sich hervorragend für die Analyse in einer Tabellenkalkulation, besonders wenn du über hunderte Seiten hinweg prüfen willst, ob alle Affiliate- oder gesponserten Links korrekt ausgezeichnet sind.

Google Search Console (indirektes Signal)

Der Links-Bericht der Google Search Console kennzeichnet Links nicht explizit als Dofollow oder Nofollow. Die Daten unter „Wichtigste verweisende Websites“ und „Am häufigsten verlinkte Seiten“ geben dir aber einen indirekten Hinweis darauf, welche Links Google überhaupt registriert. Am sinnvollsten ist es, GSC und Ahrefs parallel zu nutzen: GSC zeigt, was Google tatsächlich verarbeitet hat, Ahrefs zeigt, was im rohen HTML-Code existiert.

Welches Dofollow-Nofollow-Verhältnis ist gesund?

Eine von Google offiziell vorgegebene Zielquote gibt es nicht. Jede Zahl, die dir als „die perfekte Quote“ verkauft wird, solltest du deshalb mit Vorsicht behandeln. Sinnvoller ist es, das Verhältnis in deinem eigenen Backlink-Profil regelmäßig als groben Qualitätsindikator zu beobachten, statt eine feste Zielmarke anzustreben.

Ein auffällig hoher Dofollow-Anteil, vor allem in Kombination mit vielen minderwertigen verweisenden Domains, kann Googles Spam-Erkennung als Signal für ein manipulatives Linkbuilding-Muster auffallen. Umgekehrt kann ein sehr hoher Nofollow-Anteil darauf hindeuten, dass die meiste Sichtbarkeit aus sozialen Medien, Kommentarbereichen oder gesponserten Platzierungen stammt statt aus echten redaktionellen Empfehlungen.

Fällt dir bei der Analyse auf, dass dein Profil stark in Richtung Nofollow ausschlägt, ist die richtige Reaktion nicht, bestehende Nofollow-Links zu entfernen. Die richtige Reaktion ist, gezielt mehr organische Dofollow-Platzierungen zu verdienen, etwa mit den Taktiken aus dem nächsten Abschnitt.

Die zuverlässigsten Quellen für Dofollow-Backlinks sind redaktionelle Erwähnungen, Gastbeiträge auf autoritativen Blogs, Platzierungen auf Ressourcenseiten und Digital-PR-Kampagnen. Ein gemeinsamer Nenner verbindet sie alle. Jeder dieser Wege setzt voraus, dass die verlinkende Seite deinen Inhalt freiwillig empfiehlt, und genau diese Freiwilligkeit macht die Links wertvoll.

Gastbeiträge auf autoritativen Blogs

Ein Gastbeitrag auf einem relevanten, autoritativen Blog bringt in der Regel mindestens einen kontextuellen Dofollow-Link im Artikeltext, manchmal einen weiteren in der Autorenbiografie. Bevor du einen Blog pitchst, solltest du die Domain Rating prüfen (ein DR über 40 ist in den meisten Nischen eine vernünftige Untergrenze), sicherstellen, dass die Seite tatsächlich organischen Traffic erhält, und kontrollieren, ob bereits veröffentlichte Gastbeiträge Dofollow-Links im Fließtext enthalten statt nur Nofollow-Links.

Resource-Page-Linkbuilding

Ressourcenseiten sind kuratierte Listen mit Tools, Guides oder Referenzen zu einem bestimmten Thema. Weil diese Seiten genau dafür existieren, auf hilfreiche Inhalte zu verweisen, sind ihre Betreiberinnen und Betreiber offen für neue Einträge, wenn der Vorschlag zu dem passt, was bereits gelistet ist. Ressourcenseiten in deiner Nische findest du über Suchanfragen wie „[Thema] nützliche Ressourcen“ oder „[Thema] Linksammlung“, anschließend pitchst du deine überzeugendsten, linkwürdigen Inhalte.

Redaktionelle Erwähnungen und Digital PR

Originaldaten, eigene Studien und wirklich nützliche Tools ziehen organische Dofollow-Zitate im großen Stil an. Eine Studie mit einer zitierfähigen Kennzahl, ein kostenloser Rechner oder eine Branchenumfrage gibt Journalistinnen und Bloggern etwas, worauf sie sich beziehen können. Plattformen für Journalistenanfragen bringen dich direkt mit Autorinnen und Autoren zusammen, die aktiv nach Expertenquellen suchen. Ein gut platziertes Zitat in einer autoritativen Publikation bringt häufig gleich einen Dofollow-Link im selben Satz mit. Genau an dieser Stelle setzt auch LinkForce an: Das Tool hilft dabei, passende Zielseiten, Journalistenanfragen und Linkbuilding-Gelegenheiten systematisch zu finden, statt sie manuell und einzeln zu recherchieren.

Suche nach Seiten in deiner Nische, die kaputte ausgehende Links enthalten, also Links, die inzwischen zu einer 404-Fehlerseite führen. Kontaktiere die Seitenbetreiberin oder den Seitenbetreiber, weise auf den defekten Link hin und schlage deinen eigenen Inhalt als Ersatz vor. Die Erfolgsquote liegt hier höher als bei einem kalten Pitch, weil du ein Problem löst, das die Gegenseite ohnehin schon hat.

Was du vermeiden solltest: Linkschemata, die Abstrafungen auslösen

Bezahlte Links, die als Dofollow stehen bleiben, gehören zu den riskantesten Praktiken im gesamten Linkbuilding. Googles Team für manuelle Überprüfungen sucht gezielt danach. Die Konsequenzen reichen von einer Ranking-Unterdrückung auf einzelnen Seiten bis zu sitewide Abstrafungen, und die Erholung davon kann sich über Monate hinziehen.

Private Blog-Netzwerke (PBNs), reziproke Linktauschprogramme im großen Stil und Linkfarmen fallen in dieselbe Risikokategorie. Ein sauberes Backlink-Profil, das durch legitime Akquise entstanden ist, ist deutlich mehr wert als eine große Menge an Links, die Google entweder entwertet oder aktiv abstraft.

Nofollow und Dofollow in WordPress verwalten

In WordPress kannst du rel=“nofollow“ entweder manuell im Block-Editor setzen oder über ein Plugin im großen Stil automatisieren. Für einzelne Links reicht der manuelle Weg, für Seiten mit vielen Affiliate- oder externen Links lohnt sich ein Plugin.

Nofollow manuell im Block-Editor hinzufügen

Fügst du im Gutenberg-Block-Editor einen Link ein, klicke auf den Link und anschließend auf das Zahnrad-Symbol, um das Panel „Linkdetails“ zu öffnen. Dort findest du den Schalter „Als nofollow markieren“. Aktiviere ihn. Ist der Schalter in deiner WordPress-Version nicht sichtbar, wechsle über das Drei-Punkte-Menü oben rechts in die Code-Editor-Ansicht und ergänze das rel-Attribut direkt im HTML-Code.

Ein WordPress-Plugin nutzen

Für Websites mit großen Mengen an Affiliate- oder externen Links ist ein Plugin effizienter als die manuelle Umsetzung. Drei bewährte Optionen:

  • Yoast SEO Premium: Fügt nofollow- und sponsored-Attribute direkt im Link-Einstellungspanel des Block-Editors hinzu.
  • AIOSEO (All in One SEO): Das Link-Assistant-Modul verwaltet Link-Attribute im großen Stil und markiert Links, denen erforderliche Attribute fehlen.
  • External Links: Ein schlankes Plugin, das nofollow (optional auch das Öffnen in einem neuen Tab) automatisch auf alle externen Links der Website anwendet, basierend auf konfigurierbaren Regeln.

Häufig gestellte Fragen

Nein. Ein natürliches, gesundes Backlink-Profil enthält sowohl Dofollow- als auch Nofollow-Links. Nofollow-Links von autoritativen Domains bringen weiterhin Referral-Traffic, tragen zur Markenbekanntheit bei und sorgen für Vielfalt im Ankertext-Profil. Eine Website ohne einen einzigen Nofollow-Link wirkt unnatürlich. Redaktionen, Journalistinnen und Journalisten sowie soziale Plattformen erzeugen ganz automatisch Nofollow-Links.

Ja. Seit der Umsetzung der „Hinweis statt Direktive“-Regelung im März 2020 kann Google Seiten, die über nofollowte Links erreichbar sind, crawlen und indexieren. Das nofollow-Attribut garantiert nicht mehr, dass Google dem Link nicht folgt. Es signalisiert lediglich, dass die Seitenbetreiberin oder der Seitenbetreiber keine Empfehlung für das Ziel ausspricht, das letzte Wort über das Crawling-Verhalten behält aber Google.

Das rel=“nofollow“-Attribut an einem einzelnen Anchor-Tag betrifft nur genau diesen einen Link. Der Nofollow-Meta-Tag im head-Bereich einer Seite weist Crawler dagegen an, keinem Link auf der gesamten Seite zu folgen. Der Meta-Tag ist eine Anweisung auf Seitenebene, das Link-Attribut eine Anweisung auf Linkebene.

Ja, über zwei Mechanismen. Erstens kann Referral-Traffic von einem autoritativen Nofollow-Link Engagement-Signale wie Verweildauer oder Seiten pro Sitzung erhöhen, die wiederum mit besseren Rankings korrelieren. Zweitens trägt die gemeinsame Nennung einer Marke im Kontext eines Themas, auch ohne direkten Link, über die Zeit zur thematischen Autorität bei.

Googles Richtlinien zu Linkspam verlangen, dass alle bezahlten Platzierungen rel=“nofollow“ oder rel=“sponsored“ tragen. Ein bezahlter Dofollow-Link verstößt gegen diese Richtlinien und riskiert eine manuelle Abstrafung, die Rankings für einzelne Seiten unterdrücken oder die Autorität der gesamten Domain schwächen kann. Die Erholung von einer manuellen Maßnahme erfordert einen Antrag auf erneute Überprüfung, nachdem die betroffenen Links bereinigt wurden, und dieser Prozess kann sich über Wochen bis Monate hinziehen.

Meist einige Tage bis wenige Wochen, abhängig davon, wie häufig die verlinkende Seite gecrawlt wird. Ein Link von einer großen, mehrfach täglich gecrawlten Nachrichtenseite kann schon innerhalb von 24 bis 48 Stunden erkannt werden. Ein Link von einem selten besuchten Blog, der nur unregelmäßig gecrawlt wird, kann dagegen mehrere Wochen brauchen, bis er in GSC- oder Ahrefs-Daten auftaucht. Wer die eigene Sitemap einreicht und die URL-Prüfung in der Google Search Console nutzt, kann die Entdeckung für Seiten im eigenen Einflussbereich beschleunigen.