Backlinks der Konkurrenz finden: Schritt-für-Schritt-Anleitung 2026

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backlinks der konkurrenz

Wer sich die Backlinks eines Mitbewerbers ansieht, sieht mehr als nur eine Liste von Domains. Systematisch geprüft zeigt sich, welche Websites bereits auf die Inhalte eines Konkurrenten verlinken, und genau diese Websites liefern die Basis für eigene Linkprospects. Der Vorteil liegt auf der Hand: Statt bei null anzufangen, erhalten Sie eine fertige Liste von Seiten, die längst bewiesen haben, dass sie zu Ihrem Themenfeld verlinken.

Eine generische Linkaufbau-Recherche zeigt Ihnen, welche Seiten grundsätzlich Links vergeben. Die Konkurrenzanalyse geht einen Schritt weiter: Sie zeigt, welche dieser Seiten schon einmal zu einem Thema wie Ihrem verlinkt haben, welche Inhaltsformate in Ihrer Nische überhaupt Links anziehen und wie groß der Abstand zwischen Ihrem eigenen Linkprofil und dem eines Wettbewerbers tatsächlich ist. Verlinkt eine Fachseite regelmäßig auf Ratgeberartikel zu einem verwandten Thema, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie auch auf einen vergleichbaren Beitrag von Ihnen verlinken würde, wenn Sie einen überzeugenden Grund liefern.

Wer diesen Abgleich regelmäßig macht, bekommt außerdem ein Gefühl dafür, wie viel Aufwand eine Kampagne realistisch braucht. Verweist ein Konkurrent auf 300 verweisende Domains und Sie selbst nur auf 30, ist das kein Grund zur Panik. Es ist aber ein klarer Hinweis darauf, wie groß die Lücke tatsächlich ist, die geschlossen werden muss. Ein Nebeneffekt einer solchen Analyse: Sie deckt auch tote Links auf. Verlinkt eine Seite auf einen mittlerweile gelöschten Konkurrenzartikel, lässt sich mit einem thematisch passenden eigenen Beitrag genau diese Lücke füllen, und die betreffende Website lässt sich zugleich auf die veraltete Referenz aufmerksam machen.

Im Kern lassen sich Tools für die Backlink-Analyse der Konkurrenz in zwei Kategorien einteilen: umfassende, kostenpflichtige All-in-one-Suiten mit riesigem Linkindex und schlankere, meist kostenlose oder stark limitierte Checker für einen schnellen Blick. Welche Kategorie sich lohnt, hängt davon ab, ob Sie einmalig eine Momentaufnahme brauchen oder Wettbewerber dauerhaft im Blick behalten wollen.

Ahrefs Site Explorer betreibt einen der größten Web-Crawler überhaupt und liefert entsprechend tiefe Daten: verweisende Domains insgesamt, die Domain Rating jeder verlinkenden Seite, den Linktyp (Dofollow oder Nofollow) sowie den geschätzten organischen Traffic der jeweiligen Linkquelle. Der Backlinks-Report ist dabei die zentrale Anlaufstelle, der zusätzliche Report „Best by Links“ zeigt, welche Seiten eines Konkurrenten die meisten Links einsammeln, und liefert damit Hinweise auf erfolgreiche Content-Formate in der eigenen Nische.

SEMrush Backlink Analytics arbeitet mit einem eigenen Crawler und bewertet Domains über einen Authority Score, der ähnlich funktioniert wie die Domain Rating bei Ahrefs. Besonders praktisch ist das integrierte Backlink-Gap-Tool, mit dem sich mehrere Wettbewerber gleichzeitig vergleichen lassen, um Domains zu finden, die zu den Konkurrenten verlinken, aber nicht zu Ihnen.

Moz Link Explorer stützt sich auf die Kennzahlen Domain Authority und Page Authority, die viele SEOs seit Jahren als Faustregel für Linkwert nutzen. Das Tool eignet sich vor allem, um Daten aus Ahrefs oder SEMrush gegenzuprüfen, oder für Teams, die Moz bereits für das Keyword-Tracking im Einsatz haben.

Majestic SEO hat sich früh auf reine Backlink-Daten spezialisiert und die Kennzahlen Trust Flow und Citation Flow eingeführt. Trust Flow beschreibt die Qualität der Links, also die Nähe verlinkender Seiten zu vertrauenswürdigen Ausgangsdomains, während Citation Flow eher das reine Linkvolumen abbildet. Für die Analyse älterer, etablierter Konkurrenten lohnt sich zusätzlich ein Blick in den historischen Index von Majestic, der mitunter Links findet, die andere Tools noch nicht erfasst haben.

Wer im deutschsprachigen Raum unterwegs ist und zusätzlich beim eigenen Linkaufbau unterstützt werden möchte, findet in LinkForce eine Ergänzung, die neben der Recherche auch bei der Umsetzung von Outreach-Kampagnen hilft, statt reine Rohdaten zu liefern.

ToolAm besten fürKostenlose NutzungZentrale Kennzahl
Ahrefs Site ExplorerUmfassende Backlink-Recherche mit großem IndexKostenloser Backlink-Checker mit eingeschränktem UmfangDomain Rating (DR)
SEMrush Backlink AnalyticsBacklink-Gap-Vergleich über mehrere KonkurrentenKostenloses Konto mit begrenzter AbfragezahlAuthority Score
Moz Link ExplorerGegenprüfung von Daten aus anderen ToolsKostenloses Konto mit begrenztem KontingentDomain Authority (DA)
Majestic SEOHistorische Links bei etablierten KonkurrentenEingeschränkte kostenlose TestversionTrust Flow / Citation Flow
LinkForceRecherche plus Umsetzung von Outreach im DACH-RaumKostenlose Testversion verfügbarFokus auf umsetzbare Linkprospects

Die Backlinks einer Konkurrenz-Website lassen sich mit wenigen Klicks aufdecken. Geben Sie deren Domain in ein Backlink-Tool wie Ahrefs Site Explorer ein und öffnen Sie dort den Backlinks-Report. Von dort aus filtern und sortieren Sie die Ergebnisse, bis eine saubere Prospect-Liste übrig bleibt. Die folgenden fünf Schritte zeigen den Weg konkret am Beispiel von Ahrefs, dem Tool mit dem größten und am häufigsten aktualisierten Linkindex.

Screenshot: Ahrefs Blog Artikel zum Thema Backlinks

Schritt 1: Domain eingeben

Öffnen Sie Ahrefs Site Explorer und geben Sie die Domain des Konkurrenten ein, etwa „beispielshop.de“ statt eines einzelnen Unterpfads wie „beispielshop.de/ratgeber“. Auf diese Weise erhalten Sie eine domainweite Sicht auf alle verweisenden Domains, die auf irgendeine Seite der Website verlinken. Interessiert Sie nur eine einzelne Unterseite, etwa ein bestimmter Ratgeberartikel eines Online-Shops für Sportartikel, geben Sie stattdessen die vollständige URL dieser Seite ein.

In der linken Seitenleiste finden Sie unter dem Bereich „Backlink-Profil“ den Punkt „Backlinks“. Ein Klick darauf öffnet den vollständigen Backlinks-Report, der jeden einzelnen von Ahrefs erfassten Link auf die Konkurrenz-Domain auflistet, jeweils mit verlinkender Seite, Ankertext, Domain Rating der verlinkenden Domain und der konkreten Zielseite beim Wettbewerber.

Standardmäßig zeigt der Report alle Links, also auch Nofollow-Links. Für die meisten Linkaufbau-Zwecke lohnt sich der Fokus auf Dofollow-Links, weil nur diese direkt PageRank weitergeben. Öffnen Sie dazu das Dropdown-Menü „Link type“ und wählen Sie „Dofollow“ aus. Das reduziert die Liste auf die Links, die tatsächlich zur Ranking-Stärke des Konkurrenten beitragen.

Schritt 4: Nach Domain Rating sortieren

Ein Klick auf die Spaltenüberschrift „DR“ sortiert die Ergebnisse nach Domain Rating, von der höchsten zur niedrigsten Autorität. So landen die stärksten verlinkenden Seiten oben in der Liste. Als grober Richtwert orientieren sich viele SEOs an einer DR über 30, wobei das stark von der Nische abhängt: In umkämpften Branchen wie Finanzen oder Versicherungen kann es sinnvoller sein, direkt bei DR 50 oder höher anzusetzen. Wer herausfinden möchte, welche Konkurrenzseiten besonders viele Links anziehen, wechselt zusätzlich in den Report „Best by Links“. Dieser zeigt die eigentlichen Link-Magnete der Konkurrenz-Domain und damit, welche Content-Formate in der jeweiligen Nische überhaupt funktionieren.

Schritt 5: Liste exportieren

Der Export-Button oben rechts lädt die gefilterte Liste als CSV-Datei herunter. Entfernen Sie anschließend alle Domains, die thematisch nicht passen, bereits zu Ihnen verlinken oder erkennbar minderwertig sind, etwa Linkfarmen oder Blogs ohne erkennbare Reichweite. Was übrig bleibt, ist eine priorisierte Liste für die eigene Outreach-Kampagne. Zeigt eine einzelne Konkurrenzseite besonders viele verweisende Domains, lohnt sich ein genauerer Blick: Was genau hat dazu geführt, dass diese Seite so oft verlinkt wurde, und lässt sich mit vertretbarem Aufwand eine bessere oder vollständigere Version davon erstellen?

Nicht jeder Backlink eines Konkurrenten ist gleich viel wert. Ob sich die Nachbildung eines bestimmten Links überhaupt lohnt, zeigt sich erst im Zusammenspiel von vier Kennzahlen: der schieren Anzahl der Backlinks, der Stärke der verlinkenden Domain, dem Verhältnis zwischen Seiten- und Domainstärke sowie der Verteilung der Ankertexte.

Grafik: 4 Kennzahlen zur Bewertung eines Backlinks

Wie viele einzelne Links auf eine Seite oder Domain zeigen, sagt zunächst wenig über deren Qualität aus. Zehn Links von themenrelevanten Fachseiten sind in der Regel wertvoller als hundert Links aus einem Linkverzeichnis ohne echten Bezug zum Thema. Nutzen Sie die reine Anzahl deshalb nur als groben Anhaltspunkt für den Umfang eines Linkprofils, nicht als alleiniges Entscheidungskriterium.

Stärke der verlinkenden Domain

Bei Ahrefs heißt diese Kennzahl Domain Rating und beschreibt die Gesamtautorität einer verlinkenden Website anhand ihres eigenen Linkprofils. Ein Link von einer etablierten Fachpublikation mit hoher Domainstärke wiegt in aller Regel schwerer als einer von einer kaum verlinkten Nischenseite. Beim Outreach lohnt es sich deshalb, Domains mit überdurchschnittlicher Stärke innerhalb der eigenen Nische zu priorisieren, statt jede verfügbare Quelle gleich zu behandeln.

Seitenstärke-Verhältnis

Hier wird die Autorität der konkreten verlinkenden Seite ins Verhältnis zur Autorität der gesamten Domain gesetzt. Eine einzelne Unterseite kann deutlich stärker oder schwächer sein als die Domain insgesamt, etwa wenn ein ansonsten kleiner Fachblog einen viel verlinkten Grundlagenartikel veröffentlicht hat. Prüfen Sie deshalb nicht nur die Domain als Ganzes, sondern gezielt die einzelne Seite, von der ein Link kommt. Genau diese Seite entscheidet über den tatsächlichen Wert des Links.

Ankertext-Verhältnis

Mit welchen Formulierungen andere Seiten auf die Inhalte eines Konkurrenten verlinken, verrät diese Kennzahl, ebenso wie sich Marken-, Themen- und exakte Keyword-Ankertexte zueinander verteilen. Ein auffällig hoher Anteil exakter Keyword-Ankertexte kann ein Zeichen für gezielten, teils aggressiven Linkaufbau sein. Ein natürliches Profil dagegen besteht meist aus einer Mischung von Markenname, generischen Begriffen wie „hier“ oder „diese Seite“ und themennahen Formulierungen. Ein sehr unnatürliches Muster sollte deshalb eher als Warnsignal denn als Vorbild gelten.

Kostenlose Wege, Backlinks der Konkurrenz zu prüfen, gibt es durchaus, auch wenn sie im Vergleich zu bezahlten Tools deutlich eingeschränkt sind. Am schnellsten kommen Sie über die kostenlosen Backlink-Checker der großen Anbieter zu einer ersten Einschätzung, müssen dabei aber mit einem täglichen oder monatlichen Limit an Abfragen rechnen.

  • Kostenloser Ahrefs Backlink-Checker: Geben Sie eine beliebige Domain ein und erhalten Sie eine begrenzte Auswahl der stärksten Backlinks, ganz ohne Konto. Ein Export oder eine vollständige Liste aller verweisenden Domains ist in der kostenlosen Version nicht enthalten, für eine schnelle erste Einschätzung reicht sie aber meist aus.
  • SEMrush Free Account: Ein kostenloses Konto erlaubt eine begrenzte Zahl an Domain-Abfragen pro Monat mit eingeschränktem Datenumfang je Report. Auch das Backlink-Gap-Tool lässt sich in der Gratisversion nutzen, allerdings mit reduzierter Funktionstiefe.
  • Moz Link Explorer: Ein kostenloses Moz-Konto bringt ein begrenztes monatliches Abfragekontingent mit und zeigt eingehende Links, die stärksten Seiten sowie Ankertexte samt DA- und PA-Werten.
  • LinkForce Testzugang: Auch LinkForce bietet eine kostenlose Testversion, mit der sich ein erster Blick auf relevante Linkprospects werfen lässt, bevor eine vollständige Kampagne aufgesetzt wird.
  • Google-Suchoperatoren: Der Operator „link:beispieldomain.de“ liefert in der Google-Suche längst keine verlässlichen Ergebnisse mehr. Nischenspezifische Suchanfragen können helfen, Erwähnungen qualitativ aufzuspüren, ersetzen aber keine datengestützte Backlink-Analyse.

Wichtig für den deutschen Markt: Achten Sie bei der Nutzung kostenloser Checker-Tools darauf, wie die Anbieter mit den eingegebenen Domains und den daraus entstehenden Nutzerdaten umgehen, insbesondere wenn dafür ein Konto mit E-Mail-Adresse angelegt werden muss. Ein Blick in die Datenschutzhinweise vor der Eingabe eigener oder fremder Domains ist gut investierte Zeit. Für eine schnelle erste Einschätzung reicht in den meisten Fällen ohnehin ein kostenloser Checker ohne Kontoerstellung völlig aus.

Eine Liste mit Konkurrenz-Backlinks ist nur der Ausgangspunkt, wertvoll wird sie erst durch das, was danach passiert. Aus den Rohdaten entsteht in drei Schritten eine funktionierende Linkaufbau-Strategie: eine priorisierte Outreach-Liste, ein klares Bild davon, welcher Content überhaupt Links anzieht, und im letzten Schritt eigener Content, der die Lücke zum Wettbewerber tatsächlich schließt.

Prioritätenliste für Outreach erstellen

Sobald eine Liste verweisender Domains vorliegt, sollte jeder Prospect vor dem ersten Kontakt qualifiziert werden. Die Reihenfolge dabei: Zuerst die thematische Relevanz, denn eine Domain mit hoher Autorität, aber völlig fachfremdem Fokus, lässt sich schwerer überzeugen als eine kleinere Seite mitten in Ihrer eigenen Nische. Erst danach folgt die Domainstärke innerhalb der relevanten Kandidaten. Anschließend lohnt ein Blick auf den organischen Traffic der verlinkenden Seite, denn ein Link von einer stark besuchten Seite bringt zusätzlich echten Empfehlungstraffic, während eine Seite ohne nennenswerten Traffic zwar dem Ranking hilft, aber sonst wenig bewirkt. Zum Schluss zählt, wie leicht sich die Seite überhaupt für Outreach eignet: Blogs mit aktiver Redaktion oder klar erkennbaren Ressourcenseiten lassen sich in der Regel einfacher ansprechen als reine Unternehmens-Startseiten ohne redaktionellen Bereich.

Bevor Sie eine Seite anschreiben, lohnt sich ein genauer Blick darauf, was die Link-Magnete des Konkurrenten inhaltlich auszeichnet. Wiederkehrende Muster sind eigene Daten oder Studien, umfassende Ratgeber, die ein Thema deutlich tiefer abdecken als vergleichbare Inhalte, kostenlose Tools oder Rechner sowie kuratierte Ressourcenseiten, auf die andere Websites gerne verweisen. Hat eine einzelne Konkurrenzseite zum Beispiel achtzig verweisende Domains gesammelt, braucht Ihre eigene Outreach-Kampagne eine mindestens gleichwertige, idealerweise überlegene Seite als Referenz. Eine dünne, schnell zusammengestellte Version desselben Themas zu veröffentlichen und dieselben Seiten damit anzuschreiben, funktioniert in der Praxis so gut wie nie.

Bevor Sie einen bestehenden Backlink einfach nachbauen wollen, lohnt sich eine kurze Prüfung, ob der Link es wirklich wert ist: Passt die verlinkende Seite thematisch zu Ihrem Angebot? Verlinkt sie überhaupt regelmäßig nach außen? Erreicht sie eine Domainstärke, die für Ihre Ziele relevant ist? Ist die verlinkende Seite noch aktiv und indexiert? Und verlinkt sie nicht bereits zu Ihnen? Nicht jeder Backlink eines Konkurrenten ist automatisch ein sinnvolles Ziel, manche Links entstanden aus Zufälligkeiten, aus alten Kooperationen oder aus Quellen, die für Ihre eigene Domain gar nicht erreichbar sind.

Linklücke mit besserem Content schließen

Der Linklücken-Ansatz funktioniert nur, wenn Sie glaubhaft behaupten können, dass Ihr Inhalt besser oder vollständiger ist als der des Konkurrenten. Bevor die Outreach-Kampagne startet, sollte deshalb sichergestellt sein, dass die eigene Seite das Thema mindestens so gründlich behandelt wie die verlinkte Konkurrenzseite und dabei etwas Eigenes bietet, etwa aktuellere Daten, einen anderen Blickwinkel oder eine bessere visuelle Aufbereitung. Auch die Nutzererfahrung muss mindestens ebenbürtig sein: Ladezeit, mobile Darstellung und Lesbarkeit sollten stimmen. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann die Ansprache sehr direkt ausfallen. Sie verweisen darauf, dass die Zielseite bereits zu einem vergleichbaren Konkurrenzartikel verlinkt, stellen den eigenen Beitrag mit seinem zusätzlichen Mehrwert vor und fragen konkret, ob eine Ergänzung als weiterführende Quelle infrage kommt. Reine Linknachbildung ohne einen echten inhaltlichen Mehrwert überzeugt erfahrene Redaktionen dagegen selten.

Immer wieder schleichen sich bei der Backlink-Analyse der Konkurrenz dieselben Fehler ein, die den Aufwand erhöhen, ohne den Ertrag zu verbessern.

  • Fokus auf die reine Linkanzahl statt auf Relevanz: Ein Konkurrent mit fünfhundert verweisenden Domains aus themenfremden Bereichen ist weder eine echte Bedrohung noch ein sinnvoller Vergleichsmaßstab. Wichtiger ist, wie viele der Domains tatsächlich zur eigenen Nische passen.
  • Zu viele Konkurrenten auf einmal analysieren: Wer gleich mit zehn Wettbewerbern startet, erhält eine unübersichtliche Liste, die sich kaum sinnvoll priorisieren lässt. Sinnvoller ist der Start mit den zwei bis drei nächsten organischen Konkurrenten für die konkreten Seiten, die überholt werden sollen.
  • Nicht prüfen, ob die verlinkte Seite noch existiert: Bevor eine Seite angeschrieben wird, die zu einem Konkurrenten verlinkt, lohnt sich ein Blick, ob dessen Seite überhaupt noch live und inhaltlich unverändert ist. Wurde sie entfernt oder grundlegend überarbeitet, passt der ursprüngliche Kontext des Links möglicherweise nicht mehr.
  • Ankertext-Muster übersehen: Der Ankertext verrät, wie andere Seiten den Inhalt eines Konkurrenten beschreiben. Dominieren Formulierungen wie „kostenloses Tool für X“ und es existiert im eigenen Angebot kein vergleichbares Tool, ist das eine strukturelle Lücke und keine, die sich allein durch mehr Textinhalt schließen lässt.
  • Nofollow-Links pauschal als wertlos abtun: Nofollow-Links von großen, seriösen Publikationen bringen weiterhin Markenbekanntheit und echten Empfehlungstraffic. Sie sollten nicht komplett ignoriert, sondern in der Priorisierung nur anders gewichtet werden als Dofollow-Links.

Häufig gestellte Fragen

Geben Sie die Domain des Konkurrenten in ein Backlink-Tool wie Ahrefs Site Explorer oder SEMrush Backlink Analytics ein und öffnen Sie dort den Backlinks- oder Referring-Domains-Report, gefiltert nach Dofollow-Links. Ein vollständiges Bild liefert dabei kein einzelnes kostenloses Tool, da selbst die großen kostenpflichtigen Anbieter jeweils Lücken in ihrem Index haben. Wer zwei Tools kombiniert, bekommt ein deutlich vollständigeres Bild als mit einer einzelnen Quelle.

Ja, allerdings mit Einschränkungen. Kostenlose Checker wie der von Ahrefs zeigen eine begrenzte Auswahl der stärksten Backlinks einer Domain, SEMrush und Moz erlauben in ihren kostenlosen Konten jeweils eine begrenzte Zahl an Abfragen pro Monat. Für einen schnellen ersten Überblick reichen diese Optionen meist aus, für eine tiefere Recherche oder eine laufende Überwachung ist ein kostenpflichtiges Tool in der Praxis sinnvoller.

Ein vierteljährlicher, strukturierter Check der zwei bis drei wichtigsten Konkurrenten ist ein realistischer Rhythmus für die meisten Websites. Zusätzlich lohnt sich eine gezielte Prüfung immer dann, wenn die Rankings eines Konkurrenten spürbar steigen oder wenn eine neue Linkaufbau-Kampagne für bestimmte Seiten geplant wird.

Eine Backlink-Gap-Analyse vergleicht das Linkprofil der eigenen Website mit dem eines oder mehrerer Konkurrenten und zeigt, welche Domains zu den Wettbewerbern verlinken, aber nicht zur eigenen Seite. Tools wie SEMrush automatisieren diesen Vergleich direkt, in Ahrefs lässt sich dieselbe Linklücke auch manuell ermitteln, indem die verweisenden Domains eines Konkurrenten gefiltert und alle bereits vorhandenen eigenen Links entfernt werden.

Erstellen Sie zunächst eine Prospect-Liste aus den verweisenden Domains des Konkurrenten, qualifizieren Sie jede Domain nach Relevanz und Stärke und prüfen Sie, welche Konkurrenzseiten diese Links überhaupt angezogen haben. Darauf aufbauend entsteht eigener Content, der dasselbe Thema gründlicher oder aus einem anderen Blickwinkel behandelt, bevor jede qualifizierte Seite mit einer konkreten, auf den eigenen Inhalt zugeschnittenen Anfrage kontaktiert wird.