Unlinked Mentions finden und in Backlinks umwandeln (2026)

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unlinked mentions

Jemand hat gerade einen Artikel veröffentlicht, der Ihre Marke beim Namen nennt. Kein Link, keine Verlinkung. Der Firmen- oder Produktname steht im Text, Leser sehen ihn, doch Ihre eigene Seite bekommt davon keinen einzigen Linkwert.

Genau das ist eine unlinked mention: eine Erwähnung ohne Hyperlink. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie solche Erwähnungen systematisch finden. Er zeigt außerdem, anhand welcher Kriterien Sie entscheiden, welche Erwähnung eine Anfrage wert ist, und mit welchem Outreach-Ansatz sich eine Erwähnung realistisch in einen Backlink verwandelt.

Was sind unlinked mentions?

Eine unlinked mention ist die Erwähnung Ihrer Marke, Ihres Produkts oder Ihrer Domain auf einer fremden Website, ohne dass die Seite einen Hyperlink zu Ihrer eigenen Seite setzt. Der Name steht im Text, der Kontext stimmt, nur der Backlink fehlt. Für den Linkwert, den ein echter Hyperlink überträgt, zählt die reine Nennung allein nicht.

Solche Erwähnungen sind aus zwei Gründen relevant. Erstens sind sie eine konkrete Linkchance: Die Seite kennt Ihre Marke bereits und hat sie freiwillig in redaktionellem Kontext erwähnt, was eine Anfrage deutlich einfacher macht als klassische Kaltakquise. Zweitens tragen sie zur Entity Recognition bei, denn Suchmaschinen wie Google verknüpfen eine Marke auch ohne Link mit Themen und Signalen. Den direkten SEO-Wert liefert allerdings erst der Hyperlink, eine reine Nennung kann ihn nicht ersetzen.

Typische Beispiele sind eine Markennennung in einem Vergleichsartikel, ein Zitat aus einer Studie oder Umfrage sowie die Nennung eines Produktnamens in einem Ratgebertext.

SEO-Vorteile

Aus SEO-Sicht liefert eine gefundene und in einen Backlink umgewandelte unlinked mention direkten Linkwert und stärkt die Domain Authority der eigenen Seite. Da die Erwähnung bereits existiert, muss keine neue Content-Idee erst platziert werden, die Outreach-Basis ist schon vorhanden.

Business-Vorteile

Über SEO hinaus stärkt jede gefundene Erwähnung die Markenwahrnehmung. Sie zeigt, wo im Web bereits über Ihre Marke gesprochen wird, welche Publisher in Ihrer Nische aktiv sind und wie Ihre Marke in fremden Redaktionen dargestellt wird, wertvolle Informationen auch für PR und Content-Strategie. Wer diese Erwähnungen systematisch sammelt, erkennt zudem frühzeitig, welche Themen und Formate bei den eigenen Zielgruppen bereits ohne aktives Zutun Anklang finden. Diese Beobachtung fließt wiederum direkt in die eigene Content-Planung ein.

Arten von unlinked mentions

Unlinked mentions treten in mehreren Formen auf, je nachdem, was genau erwähnt wird:

  • Markennennungen: Der Firmen- oder Produktname taucht im Fließtext auf, etwa in einem Vergleichsartikel oder Ratgeber.
  • Zitate und Studien: Eine eigene Umfrage, ein Whitepaper oder eine Statistik wird von einem anderen Artikel referenziert oder paraphrasiert.
  • Namen von Teammitgliedern: Interviews, Gastbeiträge oder Presseerwähnungen nennen einzelne Personen aus dem Unternehmen.
  • Visuelle Inhalte: Infografiken, Diagramme oder Screenshots werden eingebettet, ohne dass die Quelle verlinkt wird.
  • Rechtschreibvarianten und alte Markennamen: Schreibweisen mit oder ohne Bindestrich, Abkürzungen oder ein Markenname aus der Zeit vor einem Rebranding.

Jede dieser Formen braucht eine eigene Suchstrategie, denn eine einzelne Suche nach dem exakten Markennamen übersieht die meisten davon. Eine Markennennung findet sich meist über eine tool-basierte Massenrecherche, eine Bildübernahme dagegen nur über eine Bildrückwärtssuche, und eine alte Schreibweise nach einem Rebranding oft nur über eine separate Suche mit dem früheren Namen. Wer nur eine dieser Formen abdeckt, lässt einen relevanten Teil der eigenen Erwähnungen unentdeckt liegen.

Wie findet man unlinked mentions?

Es gibt drei Ansätze, um unlinked mentions zu finden: tool-basierte Massenrecherche über Content-Explorer-artige Tools, laufendes Monitoring über Dienste wie Google Alerts, und manuelle Suche mit gezielten Suchoperatoren. Für vollständige Abdeckung kombinieren Sie alle drei Methoden, denn jede deckt einen anderen Zeitraum und eine andere Erwähnungsart ab.

Vergleich: Drei Wege, um unlinked mentions zu finden - Monitoring-Tools, manuelle Google-Suche, Batch-Verifizierung
MethodeAm besten fürEchtzeit?Aufwand
Monitoring-Tools (z. B. Google Alerts, Content-Explorer-artige Tools)Laufende Überwachung neuer ErwähnungenJaNiedrig, einmal einrichten
Manuelle Google-Suche mit SuchoperatorenGezielte Stichprobensuche und Nachprüfung einzelner TrefferNeinMittel bis hoch, pro Suche
Batch-Verifizierung von DomainlistenGroße Listen effizient prüfen, Rechtschreibvarianten abdeckenNeinNiedrig, nach Listenerstellung

Monitoring-Tools (tool-basiert)

Content-Explorer-artige Tools, etwa in Ahrefs, indexieren Milliarden Seiten und lassen sich nach Domain Rating, Traffic und Sprache filtern. Das deckt die retrospektive Masse an bereits indexierten Erwähnungen ab. Für laufendes Monitoring neuer Erwähnungen eignet sich ein Alert-Dienst wie Google Alerts oder ein spezialisiertes Monitoring-Tool wie LinkForce, das neue Treffer laufend meldet, sodass keine manuelle Wiederholsuche nötig ist.

Sinnvolle Startfilter für die Massenrecherche sind Domain Rating 30+ und mindestens 5.000 Besucher im Monat als Richtwert, dazu die Zielsprache und die Option, nur einen Artikel pro Domain anzuzeigen, damit dieselbe Publikation nicht mehrfach in den Ergebnissen auftaucht. Diese Filter sind ein Ausgangspunkt, keine starre Regel. In engen Nischen kann auch ein niedrigerer Traffic-Schwellenwert sinnvoll sein, wenn die Seiten dort trotzdem redaktionelles Gewicht haben. Nach dem Export lohnt sich eine kurze Stichprobenprüfung der obersten 20 bis 30 Treffer, sortiert nach Domain Rating absteigend. Ein Crawl kann eine Seite nämlich als unverlinkt einstufen, obwohl der Betreiber den Link zwischenzeitlich schon ergänzt hat. Diese manuelle Kontrolle verhindert unnötige Anfragen an Seiten, die bereits verlinken.

Manuelle Google-Suche

Für punktuelle Nachprüfung reicht eine gezielte Google-Suche mit Suchoperatoren, etwa `“Markenname“ -site:ihredomain.de`, um Erwähnungen außerhalb der eigenen Seite zu finden. Diese Methode liefert keine Domain-Rating- oder Traffic-Daten direkt im Suchergebnis. Sie eignet sich aber gut, um einzelne Treffer aus einem Tool-Export schnell zu verifizieren oder um nach sehr spezifischen Wortkombinationen zu suchen, die ein automatisiertes Tool nicht sauber erfasst. Kombinierte Operatoren wie `“Markenname“ intitle:test` oder `“Markenname“ inurl:vergleich` engen die Ergebnisse zusätzlich auf redaktionelle Formate ein, die für Outreach besonders geeignet sind.

Batch-Verifizierung von Domainlisten

Liegt bereits eine große Domainliste vor, etwa aus einem Export eines Monitoring-Tools oder einer anderen Quelle, lässt sich per Batch-Analyse effizient prüfen, welche Domains bereits verlinken und welche nicht. Das ist besonders nützlich bei Rechtschreibvarianten oder nach einem Rebranding, wenn mehrere Namensversionen parallel geprüft werden müssen. Domains aus dieser Liste, die noch keinen bestehenden Backlink haben, sind Ihre nächsten Outreach-Kandidaten. Da eine Batch-Analyse meist auf Domain-Ebene arbeitet und nicht die genaue Seite nennt, lohnt sich für die vielversprechendsten Domains eine zusätzliche gezielte Suche, um die konkrete Seite mit der Erwähnung zu finden. Der Vorteil dieser Methode liegt in der Geschwindigkeit. Statt jede Variante einzeln nachzuverfolgen, prüfen Sie mehrere hundert Domains in einem Durchgang und sortieren anschließend nach Domain Rating und Traffic, um die Reihenfolge für den Outreach festzulegen.

Google Alerts für unlinked mentions einrichten

Google Alerts lässt sich in wenigen Minuten so konfigurieren, dass neue Erwähnungen Ihrer Marke automatisch gemeldet werden, kostenlos und ohne zusätzliches Tool. Fünf Schritte reichen für die Einrichtung.

Screenshot der Google Alerts Startseite zum Einrichten eines Markennamen-Alerts
  1. Öffnen Sie Google Alerts und legen Sie einen neuen Alert an. Geben Sie Ihren Markennamen in Anführungszeichen ein, um exakte Treffer zu erhalten, und ergänzen Sie gängige Schreibvarianten mit dem Operator OR, etwa `“Markenname“ OR „Domainname.de“ OR „Marken Name“`.
  2. Fügen Sie bekannte Rechtschreibvarianten oder eine alte Markenbezeichnung nach einem Rebranding hinzu, damit auch diese Erwähnungen erfasst werden.
  3. Schließen Sie Ihre eigene Domain sowie große soziale Netzwerke wie X, Facebook, LinkedIn oder Reddit aus den Ergebnissen aus, da sich dort in der Regel keine redaktionelle Linkanfrage stellen lässt.
  4. Stellen Sie die Häufigkeit auf wöchentlich, das reicht für die meisten Marken. Nur in Phasen mit hohem Erwähnungsaufkommen, etwa nach einer Produkteinführung oder verstärkter Presseberichterstattung, lohnt sich vorübergehend die tägliche Zustellung.
  5. Sichten Sie die wöchentliche Übersicht und prüfen Sie für jede neue Erwähnung kurz Domain Rating und Traffic der Quelle. Nur Seiten ab etwa DR 20 mit erkennbarem Traffic sind in der ersten Priorität eine Outreach-Anfrage wert.

Der entscheidende Unterschied zur Massenrecherche: Ein Alert meldet eine Erwähnung innerhalb weniger Tage nach Veröffentlichung. Der Autor erinnert sich in diesem Moment noch gut an den Artikel und reagiert erfahrungsgemäß eher auf eine Anfrage als bei einer Erwähnung, die schon Monate zurückliegt.

Alerts lassen sich auch für Wettbewerber einrichten. Wird ein Konkurrent unverlinkt erwähnt, deckt das oft Publisher auf, die generell in Ihrer Nische aktiv schreiben und damit auch für die eigene Marke als künftiger Linkpartner infrage kommen. Führen Sie solche Wettbewerber-Alerts als separate Suche, damit die eigene Übersicht übersichtlich bleibt. Diese Erwähnungen sind keine unmittelbare Linkchance, weil die Anfrage nicht auf die eigene Marke zielt, sie gehören aber auf eine separate Prospecting-Liste für künftige Outreach-Kampagnen zu anderen Themen.

Bewertungskriterien: Welche Erwähnungen lohnen sich?

Nicht jede unlinked mention verdient eine Outreach-Anfrage. Da jede Anfrage Zeit kostet, lohnt sich vorab eine Prüfung anhand von fünf Kriterien, bevor eine Erwähnung auf die Kontaktliste kommt.

  1. Verlinkt die Seite überhaupt nach außen? Prüfen Sie die ausgehenden Links der Domain. Manche Seiten, etwa stark monetarisierte Affiliate-Seiten oder News-Aggregatoren, verlinken grundsätzlich nie extern, dort lohnt sich keine Anfrage.
  2. Erreichen Domain Rating und Traffic Ihren Mindestwert? Als Richtwert gelten DR 30+ und mindestens 500 Besucher im Monat für Gelegenheiten der zweiten Priorität, DR 50+ und über 2.000 Besucher für Top-Ziele. Auch DR 20 bis 30 kann sich lohnen, wenn die Redaktion sichtbar aktiv ist und der Traffic wächst.
  3. Passt die Domain thematisch zu Ihrer Nische? Ein Fitnessblog, der Ihre B2B-Software in einer Tech-Rundschau erwähnt, bringt selten relevanten Linkwert. Eine Marketing-Seite, die Ihr Linkbuilding-Tool in einem SEO-Ratgeber nennt, passt dagegen genau.
  4. Steht die Erwähnung in redaktionellem Kontext? Ein Artikel mit erkennbarem Autor, klarem Thema und eigener Aufbereitung zählt. Automatisch generierte Listicle-Fabriken oder Spam-Aggregatoren nicht.
  5. Ist die Seite aktuell noch aktiv? Eine Seite, deren letzter Beitrag zwei Jahre zurückliegt, reagiert selten auf eine Anfrage und kann den Artikel oft auch technisch nicht mehr aktualisieren.

Erfüllt eine Erwähnung alle fünf Punkte, kommt sie auf die Outreach-Liste. Scheitert sie an zwei oder mehr Kriterien, wird sie übersprungen, die Zeit ist an anderer Stelle besser investiert. Prüfen Sie außerdem, ob die Erwähnung inhaltlich positiv und passend eingeordnet ist. Eine Nennung in einem negativen oder unpassenden Kontext ist selbst bei hoher Domain-Autorität keine Anfrage wert.

Am praktischsten lässt sich diese Prüfung in derselben Tabelle festhalten, in der auch die Recherche-Ergebnisse landen: eine Spalte pro Kriterium, ein einfaches Ja oder Nein, und am Ende eine Gesamtspalte, ob die Erwähnung in den Outreach geht. So bleibt für jede spätere Nachfassrunde nachvollziehbar, warum eine bestimmte Domain ausgewählt oder aussortiert wurde.

Der Ablauf in vier Schritten: Ansprechperson finden, kurze personalisierte E-Mail schreiben, einmal nachfassen, und die Platzierung anschließend im eigenen Backlink-Tool prüfen. Bei dieser Reihenfolge liegt eine typische unlinked-mention-Outreach-Kampagne bei einer Konversionsrate von 5 bis 15 Prozent. Aus 50 qualifizierten Erwähnungen werden auf diese Weise erfahrungsgemäß etwa 3 bis 7 Backlinks. Das ist ein Richtwert aus der Praxis und keine Garantie, denn Nische, Markenbekanntheit und Qualität der E-Mail beeinflussen das Ergebnis erheblich.

Ablauf: Von der Erwähnung zum Backlink in fünf Schritten

E-Mail-Vorlage und Personalisierung

Finden Sie zuerst die richtige Ansprechperson, im Idealfall den Autor des konkreten Artikels, denn er hat den meisten Kontext zum eigenen Text. Ersatzweise funktioniert die Redaktionsleitung oder der Content-Verantwortliche der Seite. LinkedIn und die Kontaktseite der Domain sind dafür meist die zuverlässigsten Quellen.

Die E-Mail sollte unter 150 Wörtern bleiben. Erklären Sie nicht, was eine unlinked mention ist, und vermeiden Sie eine lange SEO-Begründung. Formulieren Sie die Linkanfrage stattdessen als Mehrwert für die Leserschaft der Seite. Eine konkrete Betreffzeile mit dem Artikeltitel wird häufiger geöffnet als eine allgemeine Betreffzeile wie „Kurze Frage“ oder „Linkanfrage“, weil sie sofort erkennen lässt, worum es geht und dass die Nachricht sich auf einen bestimmten, tatsächlich gelesenen Artikel bezieht.

Ein kurzes Grundgerüst für die erste Nachricht:

> Betreff: Ihre Erwähnung von [Marke] in [Artikeltitel]

>

> Hallo [Vorname],

>

> mir ist aufgefallen, dass Sie [Marke] in Ihrem Beitrag „[Artikeltitel]“ erwähnt haben. Vielen Dank dafür.

>

> Wir haben unter [URL] eine Ressource zu [konkretes Thema aus dem Artikel], die Ihren Lesern zusätzlichen Kontext liefert. Wären Sie offen dafür, einen Link zu ergänzen?

>

> Gerne helfe ich im Gegenzug, falls ich etwas für Sie tun kann.

>

> [Name]

Verschicken Sie diese Vorlage nie wortwörtlich. Nutzen Sie den Vornamen statt des vollen Namens, nennen Sie den konkreten Artikeltitel statt nur den Seitennamen, und zeigen Sie mit einem konkreten Detail, dass Sie den Artikel tatsächlich gelesen haben. Ein Satz wie „mir ist aufgefallen, dass Sie in dem Artikel auch X behandelt haben“ wirkt deutlich glaubwürdiger als ein generischer Einstieg. Eine E-Mail, die wie ein Massenversand wirkt, bekommt spürbar weniger Reaktionen als eine, die individuell formuliert wirkt, selbst wenn der grundlegende Aufbau einer Vorlage folgt.

Follow-up-Strategie

Warten Sie 5 bis 7 Werktage, bevor Sie im selben Verlauf nachfassen. Ein Follow-up genügt, halten Sie es auf zwei Sätze beschränkt: kurz erwähnen, dass es sich um eine Nachfrage handelt, und die Bitte knapp wiederholen. Verschicken Sie insgesamt nicht mehr als zwei Nachrichten. Ausbleibende Antworten sind ein Signal und kein Problem, das sich durch mehr Kontaktversuche lösen lässt.

Eine Erinnerung nach 2 bis 4 Wochen lohnt sich ebenfalls: Prüfen Sie im eigenen Backlink-Tool, welche Anfragen tatsächlich zu einem neuen Link geführt haben. Das zeigt auch, welche Publisher generell reagieren, eine nützliche Information für künftige Prospecting-Runden. Notieren Sie den Ausgang jeder Anfrage, egal ob Link gesetzt, Absage oder keine Reaktion, direkt in Ihrer Tracking-Tabelle. Über mehrere Monate hinweg entsteht so ein verlässliches Bild davon, welche Themen, Betreffzeilen und Ansprechpersonen in Ihrer Nische am besten funktionieren.

Realistischer monatlicher Workflow

Realistisch braucht ein monatlicher Rhythmus aus frischer Recherche, Outreach-Versand und Follow-up 30 bis 60 Minuten pro Zyklus, sobald der Workflow einmal steht. Nur die Ersteinrichtung dauert länger, für eine mittelgroße Marke etwa 2 bis 3 Stunden.

In Woche 1 des Monats wird eine frische Recherche mit dem Datumsfilter des Vormonats durchgeführt, gefiltert nach den eingangs genannten Richtwerten DR 30+ und Traffic 5.000+. Neue Treffer wandern in die Tracking-Tabelle. In Woche 2 folgt der Versand der Outreach-E-Mails für den neuen Batch. In den Wochen 3 und 4 wird pro Kontakt ein Follow-up verschickt, und die Backlink-Tools werden auf bestätigte Platzierungen geprüft.

Im Schnitt liefert dieser Prozess 3 bis 10 qualifizierte Outreach-Anfragen pro Zyklus, abhängig von Markengröße und Nische. Bei einer Konversionsrate von 5 bis 15 Prozent entspricht das typischerweise 1 bis 3 neuen Backlinks im Monat allein aus dieser Taktik. Das wirkt für sich genommen unspektakulär, summiert sich aber sauber mit anderen Linkbuilding-Maßnahmen und kostet im Verhältnis wenig Zeit.

3 übersehene Chancen bei der Erwähnungssuche

Die meisten Teams suchen einmal nach dem exakten Markennamen und hören danach auf. Drei häufig übersehene Varianten erweitern das Chancenfeld deutlich.

Markennamen-Varianten und Rechtschreibfehler

Produktnamen, veröffentlichte Studien, Namen von Teammitgliedern und eigene Wortschöpfungen tauchen oft in fremdem Content auf, ohne dass die exakte Hauptmarke genannt wird. Suchen Sie jede Variante einzeln. Zusätzlich lohnt sich eine Suche danach, wie größere Publikationen über Ihren Content berichtet haben, oft zitieren kleinere Seiten anschließend diese Version statt des Originals.

Visuelle Inhalte und Bildrückwärtssuche

Infografiken, Diagramme und Original-Grafiken werden häufig ohne Quellenlink von anderen Seiten eingebettet. Textbasierte Suchwerkzeuge erfassen das grundsätzlich nicht, es handelt sich um Bilder und nicht um Text. Eine Bildrückwärtssuche über die zentralen visuellen Assets zeigt, welche Seiten das Bild eingebunden haben. Der Abgleich dieser URLs mit dem eigenen Backlinkprofil zeigt, welche davon bislang unverlinkt sind.

Internationale Erwähnungen

Deutschsprachiger Content wird gelegentlich auch von nicht-deutschsprachigen Publikationen aufgegriffen, und umgekehrt wird englischsprachiger Content von deutschen, österreichischen oder Schweizer Seiten zitiert. Stellen Sie den Sprachfilter probeweise auf „alle Sprachen“ und sortieren Sie nach Domain Rating, um internationale Chancen sichtbar zu machen. Eine französische oder spanische Seite mit DR 50, die Ihre Marke erwähnt, ist eine ernstzunehmende Linkchance. Übersetzen Sie die Outreach-Vorlage in die Sprache der Empfänger, eine kurze, höfliche E-Mail in der jeweiligen Landessprache konvertiert spürbar besser als eine englische Nachricht ins Ausland.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gibt es ein eigenes Tool nur für unlinked mentions?

Ein einzelnes, dediziertes Feature nur für unlinked mentions gibt es bei den gängigen SEO-Suiten nicht als eigenständiges Werkzeug. Der Workflow kombiniert stattdessen eine tool-basierte Massenrecherche für die retrospektive Suche mit einem laufenden Monitoring-Dienst wie Google Alerts für neue Erwähnungen. Zusammen decken beide Bausteine ab, was ein einzelnes Feature leisten müsste.

Wie zuverlässig sind Content-Explorer-artige Tools bei der Suche nach unlinked mentions?

Diese Tools prüfen den Verlinkungsstatus einer Seite auf Basis des letzten Crawls und nicht des aktuellen Live-Zustands. Wurde die Seite nach dem Crawl aktualisiert, kann der angezeigte Status veraltet sein. Deshalb sollten die Top-Kandidaten vor dem Outreach immer manuell im Browser geprüft werden.

Kann ich Mention-Monitoring kostenlos nutzen?

Ja, Google Alerts ist kostenlos und ein guter Einstieg für Marken mit geringem Erwähnungsaufkommen, allerdings mit geringerer Abdeckung und ohne Filterung nach Domain-Autorität. Kostenpflichtige Monitoring-Lösungen, etwa spezialisierte SEO-Suiten oder Tools wie LinkForce, liefern in der Regel mehr Volumen und zusätzliche Qualitätsfilter.

Welche Filtereinstellungen funktionieren am besten bei der Massenrecherche?

Domain Rating 30+, mindestens 5.000 Besucher im Monat, die Zielsprache und die Option „ein Artikel pro Domain“ filtern gemeinsam den Großteil des Rauschens heraus, ohne echte Chancen zu verlieren. In sehr engen Nischen kann der Traffic-Schwellenwert auch auf 1.000 gesenkt werden, wenn Seiten mit moderatem Traffic dort trotzdem redaktionelles Gewicht haben.

Lohnt sich die Suche nach unlinked mentions für eine neue Marke mit geringer Bekanntheit?

Für neue Marken mit wenigen Erwähnungen liefert die Suche zunächst weniger Ergebnisse, die Taktik skaliert mit der Markenbekanntheit. Für den Anfang reicht eine vierteljährliche statt monatliche Recherche, dazu lohnt sich, Alerts von Beginn an einzurichten, damit neue Erwähnungen automatisch gesammelt werden. Ergänzend eignet sich klassisches Linkprospecting, das nicht auf bereits vorhandene Erwähnungen angewiesen ist.

Können auch unlinked mentions einer einzelnen Person statt einer Marke gefunden werden?

Ja, der Workflow ist identisch. Suchen Sie den Namen der Person in Anführungszeichen, um exakte Treffer statt Teiltreffer zu erhalten. Bei häufigen Namen hilft ein zusätzlicher Begriff in der Suche, etwa das Fachgebiet der Person, um irrelevante Treffer von Namensvettern auszuschließen. Bewertung und Outreach laufen anschließend genauso ab wie bei einer Markenerwähnung, lediglich die Anrede und der Bezug in der E-Mail-Vorlage werden von der Marke auf die Einzelperson umgestellt.