Sponsored Links: Bedeutung, rel=sponsored-Attribut und SEO-Einfluss 2026

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sponsored links

Sponsored Links haben im deutschsprachigen SEO-Alltag zwei völlig unterschiedliche Bedeutungen. Welche davon gemeint ist, hängt allein vom Kontext ab. Im Suchmaschinenmarketing steht der Begriff für die als „Anzeige“ oder „Gesponsert“ gekennzeichneten Google-Ads-Anzeigen ganz oben in den Suchergebnissen, eine bezahlte Werbeanzeige also, für die pro Klick gezahlt wird. In der Content- und Linkbuilding-Welt ist etwas ganz anderes gemeint: ein bezahlter Link, der im HTML-Code mit dem Attribut rel=“sponsored“ markiert ist.

In der Praxis des Linkbuildings taucht fast immer die zweite Bedeutung auf. Ein Kunde fragt, ob ein bezahlter Gastbeitrag als Sponsored Link gekennzeichnet werden muss. Ein anderes Mal fragt ein Redakteur, warum ein Affiliate-Link anders aussieht als ein redaktioneller Link. Zwei Fragen, ein Thema. Beide Bedeutungen laufen in getrennten Systemen: Die Google-Ads-Anzeige gehört zu einer Werbeplattform, das rel=“sponsored“-Attribut ist reines HTML in der Webseite selbst. Dieser Artikel behandelt beide Bedeutungen, der Schwerpunkt liegt aber auf dem Linkattribut. Es ist für Linkbuilding, Compliance und SEO-Strategie im Alltag relevant.

Eine einfache Eselsbrücke hilft bei der Einordnung. Taucht der Begriff im Zusammenhang mit einer Suchergebnisseite auf, ist fast immer die Anzeige gemeint. Geht es dagegen um einen Link in einem Artikel, einer Produktbewertung oder einem Gastbeitrag, ist fast immer das HTML-Attribut gemeint. Kurz gesagt: Kontext entscheidet. Diese Unterscheidung erspart Missverständnisse, wenn Kunden oder Redaktionen den Begriff unterschiedlich benutzen.

Das HTML-Attribut rel=“sponsored“: Bedeutung und Einsatz

Vergleichstabelle: rel="sponsored", rel="nofollow" und rel="ugc" im Überblick

Das Attribut rel=“sponsored“ ist eine HTML-Kennzeichnung. Sie signalisiert Suchmaschinen, dass ein Link aus einer bezahlten Platzierung, einer finanziellen Partnerschaft oder einer Werbevereinbarung stammt. Google hat rel=“sponsored“ gemeinsam mit rel=“ugc“ im September 2019 eingeführt, um das bis dahin überladene rel=“nofollow“ abzulösen. Vorher bekamen alle bezahlten und nicht vertrauenswürdigen Links einheitlich ein nofollow. Dadurch war nicht mehr erkennbar, warum ein Link kein redaktionelles Vertrauensvotum war. Seit 2019 gibt es drei Attributtypen, jeder mit eigenem Zweck: nofollow für generell nicht vertrauenswürdige Links, sponsored für bezahlte Links und ugc für nutzergenerierte Inhalte.

Die Syntax ist unkompliziert:

„`

<a href=“https://beispiel.de“ rel=“sponsored“>Ankertext</a>

„`

Mehrere Werte lassen sich kombinieren, was bei Affiliate-Netzwerken üblich ist:

„`

<a href=“https://beispiel.de“ rel=“sponsored nofollow“>Ankertext</a>

„`

Die Faustregel ist einfach. Das Attribut rel=“sponsored“ gehört an jeden Link, für den Geld oder ein vergleichbarer Gegenwert im Austausch für die Platzierung geflossen ist. Google nennt in der eigenen Dokumentation Affiliate-Links, bezahlte Platzierungen und gesponserte Artikel als klassische Anwendungsfälle.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Reiseblog erhält von einem Hotelportal ein Honorar für einen Artikel, in dem drei Hotels empfohlen werden, samt Link zur Buchungsseite. Dieser Link gehört mit rel=“sponsored“ markiert. Der Grund: Eine Zahlung ist im Austausch für die Platzierung geflossen, ganz gleich, ob der Text redaktionell klingt oder ehrlich geschrieben wurde. Anders liegt der Fall, wenn derselbe Blog ein Hotel aus eigener Erfahrung ohne Bezahlung empfiehlt. Dann bleibt der Link normal, ganz ohne Attribut.

AttributWann verwendenSEO-WertHinweis
rel=“sponsored“Bezahlte Links, Affiliate-Links, bezahlte PlatzierungenKeiner (Hinweis, keine Direktive)Von Google seit 2019 explizit für bezahlte/Affiliate-Links empfohlen
rel=“nofollow“Allgemeine nicht vertrauenswürdige Links, generische Werbelinks ohne Sponsored-TagKeiner (Hinweis, keine Direktive)Funktioniert auch für bezahlte Links, ist aber weniger präzise als sponsored
rel=“ugc“Kommentare, Forenbeiträge, nutzergenerierte InhalteKeiner (Hinweis, keine Direktive)Best Practice für Community-Plattformen

Alle drei Attribute geben in ihrer ursprünglichen Bedeutung keine Linkkraft weiter. Google behandelt sie als Hinweis statt als starre Direktive, das heißt: Googlebot kann eine verlinkte Seite trotzdem crawlen und indexieren, wertet den Link dabei aber nicht als Rankingsignal. rel=“sponsored nofollow“ ist eine gültige Kombination und wird von Affiliate-Netzwerken häufig als zusätzliche Absicherung eingesetzt.

Screenshot der Google Search Central Dokumentation zu rel="sponsored", rel="ugc" und rel="nofollow"
Googles offizielle Dokumentation zu den rel-Attributen sponsored, ugc und nofollow.

Nein. Ein mit rel=“sponsored“ gekennzeichneter Link gibt keine Linkkraft an die Zielseite weiter. Aus Ranking-Sicht verhält er sich wie ein rel=“nofollow“-Link: Google behandelt ihn als Hinweis statt als Rankingsignal. Seit März 2020 stuft Google die gesamte nofollow-Familie (nofollow, sponsored, ugc) einheitlich als Hinweis statt als verbindliche Direktive ein. Das ist ein eigenständiger Wechsel. Er hat nichts mit der Einführung der Attribute im September 2019 zu tun und sollte auch getrennt davon betrachtet werden.

Praktische Konsequenzen:

  • Ein bezahlter Link mit rel=“sponsored“ verbessert das Ranking der verlinkten Seite nicht.
  • Ein bezahlter Link ganz ohne Kennzeichnung (ein normaler Dofollow-Link aus einer bezahlten Platzierung) verstößt gegen Googles Richtlinien für Linkschemata und kann eine Abstrafung nach sich ziehen.
  • Wer rel=“sponsored“ korrekt auf ausgehenden Links der eigenen Seite einsetzt, schadet der eigenen Seite dadurch nicht.

> Kernaussage: Sponsored Links verbessern nicht das Ranking. Sie schützen aber vor Abstrafung. Referral-Traffic und Markenbekanntheit bleiben trotzdem möglich, denn das Attribut schützt beide Seiten, die verlinkende und die verlinkte, gleichermaßen vor Richtlinienverstößen.

Die praktische Konsequenz für Linkbuilder ist simpel. Wer ein bezahltes Placement mit korrektem Attribut in eine Rankingprognose einrechnet, macht einen Fehler, der sich spätestens beim Kunden als enttäuschte Erwartung gegenüber der versprochenen Rankingwirkung rächt. Nur ein redaktionell und ohne Bezahlung verdienter Link kann diese Wirkung liefern. Alles andere ist ein Missverständnis der eigentlichen Funktion des Attributs.

In der bezahlten Suche sind Sponsored Links etwas anderes: Google-Ads-Anzeigen, die oben in den Suchergebnissen als „Anzeige“ oder „Gesponsert“ markiert sind. Zwei getrennte Welten. Mit dem HTML-Attribut rel=“sponsored“ hat das nichts zu tun. Werbetreibende bieten in einem Auktionssystem auf Keywords, für die ihre Anzeige erscheinen soll, und die Gewinner-Anzeigen landen an den entsprechend gekennzeichneten Positionen, oben und teilweise unten auf der Ergebnisseite.

Google vergibt dabei jeder Anzeige einen Qualitätsfaktor, der auf drei Kriterien basiert:

  • Keyword-Relevanz der Anzeige zur Suchanfrage
  • erwartete Klickrate
  • Erfahrung auf der Landingpage

Ein höherer Qualitätsfaktor senkt die effektiven Kosten pro Klick und verbessert die Anzeigenposition. Nicht das höchste Gebot gewinnt automatisch. Entscheidend ist der Anzeigenrang, der Gebot und Qualitätsfaktor kombiniert. Läuft parallel eine Google-Ads-Kampagne, während auf der Content-Seite Affiliate-Links mit rel=“sponsored“ gekennzeichnet werden, sind beide Bedeutungen gleichzeitig im Spiel. Sie laufen aber in getrennten Systemen. Eine beeinflusst die andere nicht.

Für die Praxis heißt das: Ein Marketingteam kann parallel eine Google-Ads-Kampagne für „Kreditkarte Vergleich“ schalten und im redaktionellen Blog Affiliate-Links zu Kreditkartenanbietern mit rel=“sponsored“ versehen. Beide Maßnahmen wirken auf den Nutzer wie unterschiedliche Berührungspunkte. Sie teilen sich weder Budget noch technische Umsetzung. Ein Erfolg im einen Kanal sagt nichts über den anderen aus. Beide Kanäle gehören deshalb in getrennte Auswertungen: Eine gute Anzeigenperformance in Google Ads kompensiert kein schwaches Backlink-Profil, und umgekehrt gilt das Gleiche.

Wann sollte man rel=“sponsored“ verwenden?

Entscheidungsdiagramm: Wann rel="sponsored" verwenden

Kurz gesagt: rel=“sponsored“ gehört an jeden ausgehenden Link, für den Geld oder ein vergleichbarer Gegenwert geflossen ist, im Austausch für den Link oder den umgebenden Inhalt. Ob dahinter eine Provision, eine Gastbeitragsgebühr oder eine direkte Linkinsertion steckt, spielt keine Rolle. Entscheidend ist allein die kommerzielle Vereinbarung.

Verwenden für:

  • Affiliate-Links, bei denen ein Klick oder Abschluss eine Provision auslöst
  • bezahlte Linkinsertionen in bereits bestehende Inhalte
  • bezahlte Gastbeiträge, bei denen der Auftraggeber die Links kontrolliert
  • gesponserte Artikel und Native Advertising, auch wenn die Redaktion den Text selbst verfasst hat
  • Pressemitteilungen über bezahlte Verteilerdienste
  • Advertorials, also redaktionell wirkende Beiträge, die von einer Marke bezahlt wurden

Nicht verwenden für:

  • organische redaktionelle Links, die ohne Bezahlung durch Outreach entstanden sind
  • interne Links innerhalb der eigenen Seite
  • natürliche Zitate und Erwähnungen ohne kommerziellen Hintergrund
  • Links zu Non-Profit- oder Behördenseiten ohne kommerzielle Vereinbarung

Ein häufiger Fehler: Manche Betreiber markieren pauschal alle ausgehenden Links als nofollow oder sponsored. Falsch gedacht. Google hat klargestellt, dass das nicht der Sinn der Attribute ist: Sie sollen die Art des Links kommunizieren, nicht flächendeckend PageRank zurückhalten. Für einen echten redaktionellen Link ohne Bezahlung bleibt ein normaler Dofollow-Link die richtige Wahl.

Kurz-Checkliste vor dem Setzen eines Links: Ist Geld oder ein Gegenwert geflossen? Dann rel=“sponsored“. Wurde der Link durch Outreach oder redaktionelle Recherche verdient? Dann normaler Link ohne Attribut. Wurde der Link im Rahmen eines Linktauschs oder einer Kooperation ohne direkte Zahlung vereinbart? Auch dann lohnt eine genaue Prüfung. Der Grund: Google zählt auch Sachleistungen wie Produktproben oder kostenlose Testzugänge als Gegenwert, und der erfordert eine Kennzeichnung.

Kennzeichnungspflicht: Was passiert ohne Offenlegung?

Ohne Offenlegung drohen zwei getrennte Konsequenzen: eine mögliche Google-Abstrafung und, in Deutschland, ein Verstoß gegen die Kennzeichnungspflicht für Werbung. Zwei Risiken, ein Fehler. Google behandelt nicht offengelegte bezahlte Links als Verstoß gegen die Richtlinien zu Linkschemata. Gemeint sind Links, die PageRank weitergeben sollen, ohne als bezahlt erkennbar zu sein.

Mögliche Konsequenzen:

  • Manuelle Maßnahme: Googles Webspam-Team kann betroffene Seiten aus den Suchergebnissen entfernen, bis das Problem behoben und ein Antrag auf erneute Überprüfung genehmigt wurde.
  • Algorithmische Abwertung: Googles Rankingalgorithmen erkennen Muster bezahlter Links auch ohne manuelle Prüfung und können sie automatisch abwerten.
  • Website-weite Auswirkung: Bei systematischem Kauf oder Verkauf nicht gekennzeichneter Dofollow-Links in großem Umfang kann Google die gesamte Domain abstrafen.

Neben Google gilt in Deutschland zusätzlich die presserechtliche und wettbewerbsrechtliche Kennzeichnungspflicht: Kommerzielle Verbindungen zwischen Publisher und Werbetreibendem, einschließlich Affiliate-Beziehungen, müssen für Leser erkennbar sein. Fehlt diese Kennzeichnung, kann das als Schleichwerbung gelten und rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Gegenüber Google deckt das rel=“sponsored“-Attribut dabei nur die technische Seite ab. Für die presserechtliche Offenlegung reicht das nicht. Nötig ist zusätzlich eine sichtbare Kennzeichnung im Text selbst, etwa „dieser Beitrag enthält Affiliate-Links“ oder schlicht „Werbung“.

> Empfehlung: rel=“sponsored“ konsequent bei jeder bezahlten Platzierung setzen. Das signalisiert Transparenz, keine Schwäche. Google empfiehlt die Verwendung ausdrücklich, und es ist der einfachste Weg, auf der richtigen Seite der Richtlinien zu Linkschemata zu bleiben.

Wichtig ist, zwei Ebenen zu trennen. Die technische Kennzeichnung schützt vor einem Google-Problem. Die sichtbare Offenlegung im Text schützt vor einem presserechtlichen Problem. Beide Maßnahmen sind nötig, keine ersetzt die andere, auch wenn beide in der Praxis meist gemeinsam umgesetzt werden. Ein kurzer Hinweis am Artikelanfang oder am betroffenen Absatz reicht meist aus. Ein separates Impressum-Dokument braucht es dafür nicht.

Es gibt drei praktische Wege, rel=“sponsored“ in WordPress an einen Link zu setzen: über den HTML-Editor, über die erweiterten Optionen im Blockeditor oder über ein Affiliate-Plugin.

Drei Wege, rel=“sponsored“ in WordPress zu setzen

1. HTML-Editor (klassischer Editor oder Blockeditor-Codeansicht)

Im Code-Modus lässt sich das Attribut direkt in den Link-Tag schreiben:

„`

<a href=“https://beispiel.de/produkt“ rel=“sponsored“>Produktname</a>

„`

Das funktioniert auf jeder WordPress-Installation, ganz ohne Plugin.

2. Gutenberg-Blockeditor, Link-Einstellungen

Im Blockeditor markiert man den verlinkten Text, klickt auf das Link-Symbol, öffnet über den Pfeil die erweiterten Optionen und trägt im Feld „Link-rel“ den Wert „sponsored“ ein. Gutenberg übernimmt das Attribut automatisch in den HTML-Output, ganz ohne manuelles Nachbearbeiten.

3. Affiliate-Link-Plugins

Plugins wie ThirstyAffiliates oder Pretty Links erlauben es, für ganze Linkkategorien standardmäßige rel-Attribute festzulegen. ThirstyAffiliates versieht maskierte Affiliate-Links standardmäßig mit rel=“nofollow sponsored“. Diese Lösung eignet sich besonders, wenn größere Mengen an Affiliate-Links konsistent gekennzeichnet werden sollen, ohne jeden Link einzeln zu bearbeiten.

Für Redaktionen mit mehreren Autoren an einem WordPress-Blog empfiehlt sich eine Kombination aus allen drei Wegen. Automatisch generierte Affiliate-Links übernimmt das Plugin. Für einzelne, manuell gesetzte Kooperationslinks eignet sich das Gutenberg-Feld. Und als Fallback dient der HTML-Editor, wenn ein Autor das Attribut vergessen hat und es nachträglich korrigiert werden muss. Wichtig in jedem Fall: Nach der Umstellung eine Stichprobe der veröffentlichten Seite im Quelltext prüfen. Der Grund ist einfach. Manche Theme- oder Cache-Konfigurationen entfernen das rel-Attribut beim Ausliefern der Seite unbeabsichtigt.

Um herauszufinden, wie viele eingehende Links das Sponsored-Attribut tragen, eignen sich vor allem zwei Werkzeuge: Ahrefs und Screaming Frog. Zwei Gründe sprechen dafür. Erstens zeigt es, wie Google einen Link vermutlich einordnet. Zweitens deckt es Fälle auf, in denen eine Seite einen eigentlich redaktionellen Link fälschlich als sponsored gekennzeichnet hat.

  • Ahrefs Site Explorer, eingehende Links: Domain im Site Explorer eintragen, den Backlinks-Report öffnen und nach dem Sponsored-Nofollow-Typ filtern. So lässt sich eine vollständige Liste aller eingehenden Links mit rel=“sponsored“ abrufen.
  • Ahrefs Site Explorer, ausgehende Links: Über den Outgoing-Links-Report lässt sich nach „Sponsored“ filtern, um zu sehen, welche eigenen ausgehenden Links aktuell so gekennzeichnet sind, hilfreich für eine interne Compliance-Prüfung.
  • Screaming Frog: Die verweisenden Seiten direkt crawlen und im HTML-Quelltext nach dem rel-Attribut suchen. Die Custom-Extraction-Funktion kann rel-Attributwerte auch über größere Crawls hinweg systematisch erfassen.

Findet sich bei ausgehenden Links ein unerwartetes rel=“sponsored“, steckt oft ein Affiliate-Plugin oder eine CMS-Einstellung dahinter. Ein Blick in die Plugin-Konfiguration klärt das meist schnell. Zur Kontrolle hilft ein Blick in den HTML-Editor direkt am betroffenen Link. Nach einer Korrektur sollte der Seiten-Cache geleert werden, damit die Änderung auch wirklich ausgeliefert wird. Zusätzliche Sicherheit bringt ein Blick in die Google Search Console, Bereich Manuelle Maßnahmen: So wird sichtbar, ob eine bereits gemeldete Abstrafung übersehen wurde.

Taucht umgekehrt bei eingehenden Links ein Sponsored-Tag auf einer eigentlich verdienten redaktionellen Erwähnung auf, lohnt sich eine kurze Nachricht an den Publisher mit der Bitte um Korrektur. Oft ist der Grund simpel. Die Seite ist nachträglich einem Affiliate-Programm beigetreten und hat pauschal alle Links umgestellt. Reagiert der Publisher nicht, bleibt der fehlerhaft gekennzeichnete Link ein Compliance-Risiko. Dann kann die Domain vorsorglich in die eigene Disavow-Datei aufgenommen werden.

Sponsored Links können Referral-Traffic und Markenbekanntheit unterstützen, aber keine Rankingautorität aufbauen. Das ist der zentrale Unterschied zu redaktionellen Links. Für Links zu bezahlen, die Linkkraft weitergeben sollen, verstößt gegen Googles Richtlinien, ganz gleich, wie überzeugend der Text klingt oder wie seriös die Partnerseite wirkt. Tabu sind bezahlte Content-Kooperationen deshalb nicht. Nur eines muss raus: die Rankingkomponente.

Was Sponsored Links leisten können und was nicht:

  • Für SEO-Rankings: nein, sie tragen keine Linkkraft.
  • Für Referral-Traffic: ja, wenn die Platzierung auf einer relevanten, gut besuchten Seite liegt.
  • Für Markenbekanntheit: ja, besonders auf Nischenpublikationen, die die eigene Zielgruppe liest.
  • Für Affiliate-Umsatz auf der eigenen Seite: ja, wenn man selbst als Publisher Affiliate-Links monetarisiert.
  • Für Themenautorität: kaum, Google wertet sie nicht als redaktionelles Votum.

Dos and Don’ts: rel=“sponsored“ konsequent auf jeder bezahlten Platzierung und jedem Affiliate-Link setzen, ohne Ausnahme. Nicht für Links bezahlen in der Erwartung eines Ranking-Effekts. Das Attribut nimmt genau diesen Effekt weg. Bezahlte Platzierungen trotzdem nach Traffic-Potenzial und Markenpassung bewerten, auch wenn SEO nicht das Ziel ist, denn redaktionelle Links verdienen sich ohnehin getrennt davon, über Content, Digital PR und Outreach auf Ressourcenseiten, wenn Rankings das eigentliche Ziel sind. Klare Regel: Sponsored Links ersetzen kein White-Hat-Linkbuilding.

Auch die redaktionelle Seite eines Linkbuilding-Programms braucht Struktur, also das Nachverfolgen von Outreach-Kontakten, Placements und verdienten Erwähnungen. Ein Tool wie LinkForce kann dabei helfen, den Überblick zu behalten. Am Ende bleibt die Aufgabenteilung klar. Sponsored Links für Traffic und Sichtbarkeit, redaktionelle Links für Rankings.

In der täglichen Praxis lohnt es sich, beide Linktypen in getrennten Reports zu führen. Werden Sponsored Links und redaktionelle Links in derselben Tabelle vermischt, geht schnell der Überblick verloren. Welcher Teil des Portfolios trägt tatsächlich zur Rankingentwicklung bei? Und welcher Teil liefert primär Reichweite und Umsatz? Eine saubere Trennung erleichtert außerdem die Kommunikation gegenüber Kunden. Viele unterscheiden zunächst nicht zwischen beiden Linkarten und sind enttäuscht, wenn ein teures Sponsored Placement keine sichtbare Rankingverbesserung bringt, obwohl es das nie sollte.

Die Begriffe überschneiden sich, sind aber nicht identisch. Jeder mit rel=“sponsored“ markierte Link ist in irgendeiner Form ein bezahlter Link, das Attribut existiert genau dafür. Aber nicht jeder bezahlte Link trägt das Sponsored-Attribut, historisch wurden bezahlte Links oft mit rel=“nofollow“ markiert, und viele Publisher tun das bis heute, ohne dass Google daran etwas auszusetzen hat. Beide Varianten sind mit Googles Richtlinien vereinbar. „Sponsored Link“ bezeichnet im engeren Sinn speziell Links mit dem seit 2019 existierenden rel=“sponsored“-Attribut.

Technisch ja. Ein Sponsored Link bleibt ein Hyperlink von einer fremden Domain zur eigenen und taucht entsprechend im Backlink-Profil von Tools wie Ahrefs auf. Praktisch zählt er als Backlink ohne Linkkraft. Er trägt nicht zur Rankingautorität der eigenen Domain bei, anders als ein redaktioneller Dofollow-Link. Man kann ihn sich als Zitat vorstellen: Google registriert es, verwendet es aber nicht als Rankingsignal.

Google empfiehlt rel=“sponsored“ für Affiliate-Links, weil es präziser ist. Beide Attribute führen zum gleichen SEO-Ergebnis: kein SEO-Nachteil, aber auch keine Linkkraft. Bei einem neuen Setup lohnt sich also gleich rel=“sponsored“. Läuft ein bestehendes Affiliate-Setup bereits konsistent mit rel=“nofollow“, ist eine Prüfung Hunderter Links nicht immer nötig, denn diese Links bleiben ohnehin bereits regelkonform. Ein sofortiger Wechsel ist nicht dringend.

Ja, rel=“sponsored nofollow“ ist eine gültige Kombination und wird von Affiliate-Plattformen häufig verwendet. Manche Publisher setzen zusätzlich auf Sicherheit: Das Sponsored-Attribut signalisiert die kommerzielle Natur des Links, nofollow greift zusätzlich bei älteren Crawlern, die sponsored noch nicht kennen. Ein SEO-Nachteil entsteht durch das Kombinieren beider Attribute nicht.

Schadet rel=“sponsored“ der eigenen Website?

Nein. Das Attribut rel=“sponsored“ auf bezahlten ausgehenden Links zu setzen ist genau das, was Google von Publishern erwartet. Es beeinflusst weder die Bewertung der Inhaltsqualität noch das Crawl-Budget oder Rankingsignale der eigenen Seite. Im Gegenteil: Eine konsequente Kennzeichnung echter bezahlter Links zeigt, dass die eigene Seite redaktionelle Standards einhält. Sie versucht nicht, Rankings über nicht offengelegte Dofollow-Links zu manipulieren. Trotzdem lohnt sich gelegentlich eine Prüfung des eigenen Backlink-Profils und der ausgehenden Links, etwa nach dem Wechsel eines Affiliate-Plugins oder Themes. Solche Umstellungen setzen Attribute manchmal unbemerkt zurück.