Nofollow Links erklärt: Was sie sind, wie sie funktionieren und was sie für dein SEO bedeuten (2026)

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nofollow links

Nofollow Links: Was sie sind, wie sie funktionieren und was sie für dein SEO bedeuten

Ein nofollow-Link ist ein Hyperlink mit dem HTML-Attribut `rel=“nofollow“`. Damit weist man Suchmaschinen an, diesem Link keinen PageRank weiterzugeben. Eingeführt wurde das Attribut 2005 von Google, um Kommentar-Spam zu bekämpfen. Seit September 2019 gilt es nur noch als Hinweis (Hint) und nicht mehr als harte Direktive.

Du begegnest nofollow-Links überall: in Backlink-Audits, in SEO-Guides, in der Google-Dokumentation und in jedem professionellen Linkbuilding-Prozess. Konkret für Rankings bedeuten sie etwas anderes als viele denken. Wann musst du selbst Hand anlegen?

Das Attribut steckt direkt im Anker-Tag:

„`html

<a href=“https://example.com“ rel=“nofollow“>Linktext</a>

„`

Fehlt das `rel`-Attribut vollständig, handelt es sich um einen gewöhnlichen dofollow-Link. Suchmaschinen behandeln dofollow-Links als redaktionelle Empfehlungen und nutzen sie als Rankingsignal. Nofollow signalisiert das Gegenteil: kein PageRank, kein Linkjuice.

Wichtig zu wissen: Unsichtbar wird der Link dadurch nicht. Googlebot kann die verlinkte Seite auf anderem Weg entdecken, sie crawlen und indexieren. `rel=“nofollow“` regelt ausschließlich die Weitergabe von Rankingkraft. Kein Noindex-Befehl. Kein Crawling-Stopp.

Genau hier liegt eine der häufigsten Verwechslungen in der SEO-Praxis. „Nofollow“ bedeutet „nicht folgen“ im Sinne der Linkkraft, nicht „nicht indexieren“. Trotz nofollow-Link kann eine Seite bei Google erscheinen, wenn sie anderweitig verlinkt oder in der Sitemap aufgeführt ist. Wer das durcheinanderbringt, trifft falsche Entscheidungen bei der Crawl-Budget-Planung und der internen Verlinkung.

Nofollow-Links sind im Netz allgegenwärtig. Kommentarbereiche, Foren, Wikipedia, soziale Plattformen und Pressemitteilungen setzen das Attribut standardmäßig auf nahezu alle ausgehenden Links. Den Grund dafür gibt es: Diese Plattformen können nicht jede Verlinkung redaktionell prüfen und wollen sich nicht für fremde Inhalte verbürgen.

Google führte das Attribut im Januar 2005 gemeinsam mit Yahoo und Microsoft ein. Die Idee stammt von Matt Cutts und Jason Shellen: Kommentar-Spammer sollten keinen SEO-Vorteil mehr aus massenhaft gesetzten Links ziehen. Das funktionierte, weil alle großen Suchmaschinen das Attribut gleichzeitig honorierten. Hätte nur Google mitgemacht, wären Spammer einfach auf Yahoo und MSN ausgewichen.

Ursprünglich war der Einsatzzweck eng gefasst. Im Lauf der Jahre weiteten Website-Betreiber die Verwendung auf alle Arten von Links aus, denen sie nicht redaktionell vertrauten: Werbelinks, Forenbeiträge, Widget-Links, Verzeichniseinträge. Aus einer Spezialanwendung wurde eine Universallösung für alles, was nicht als eigene redaktionelle Empfehlung gelten sollte. 2019 reagierte Google mit einer gezielteren Unterteilung in drei separate rel-Werte, um den unterschiedlichen Kontexten besser gerecht zu werden.

Nofollow vs. Dofollow: Was ist der Unterschied?

Dofollow ist der Standard. Jeder Link ohne `rel`-Attribut gibt PageRank weiter. Ein nofollow-Link mit `rel=“nofollow“` überträgt keinen PageRank, jedenfalls nicht zuverlässig. Seit September 2019 hat Google zusätzlich `rel=“sponsored“` für bezahlte Links und `rel=“ugc“` für nutzergenerierte Inhalte eingeführt.

„Dofollow“ ist kein echtes HTML-Attribut. Es beschreibt schlicht die Abwesenheit von `rel=“nofollow“`, also den Normalzustand jedes Links.

Die vier rel-Werte im Vergleich

rel-WertBedeutungLinkjuice weitergegeben?Typischer Einsatz
kein rel-Attribut (dofollow)Redaktionelle Empfehlung, StandardwertJaEigene, geprüfte externe Links; Quellen, für die man sich redaktionell verbürgt
`rel=“nofollow“`Link soll nicht als Empfehlung gewertet werdenNicht garantiert (seit 2019 Hint)Allgemeine externe Links ohne Redaktionsempfehlung; nicht weiter klassifizierte externe Links
`rel=“sponsored“`Bezahlter oder Affiliate-LinkNicht garantiert (seit 2019 Hint)Werbeanzeigen, Affiliate-Links, gesponserte Beiträge, Advertorials
`rel=“ugc“`Nutzergenerierter InhaltNicht garantiert (seit 2019 Hint)Kommentare, Forenbeiträge, Community-Posts

Diese Tabelle bildet ab, was kein anderer deutschsprachiger Artikel im SERP vollständig darstellt: alle vier rel-Werte mit ihren Bedeutungsunterschieden auf einen Blick.

Nofollow vs. Dofollow: Die 4 Link-Typen im Überblick – dofollow, nofollow, sponsored und ugc im Vergleich

Das Google-Update vom September 2019: Hint statt Direktive

Fast 15 Jahre lang funktionierte `rel=“nofollow“` als harte Direktive. Google folgte dem Link nicht, gab keinen PageRank weiter, Punkt. Im September 2019 änderte sich das grundlegend.

Google kündigte an, alle drei Attribute, also nofollow, sponsored und ugc, ab März 2020 als Hinweise zu behandeln, nicht mehr als verbindliche Befehle. Seitdem kann Google einem nofollow-Link folgen, die Zielseite indexieren und unter Umständen sogar Ranking-Signale durch ihn weiterleiten, wenn Googles Systeme den Link als redaktionell wertvoll einschätzen.

Die praktische Konsequenz ist zweigeteilt. Einerseits verliert man die absolute Kontrolle darüber, ob PageRank durch einen nofollow-Link fließt. Andererseits können nofollow-Links aus thematisch passendem, autoritärem Kontext unter dem neuen Modell mehr Gewicht haben als zuvor.

Für die meisten Website-Betreiber ändert sich das grundsätzliche Vorgehen trotzdem nicht. Redaktionelle, thematisch passende Verlinkungen bleiben die primäre Strategie für Ranking-Gewinne. Bezahlte Links und UGC-Links werden korrekt gekennzeichnet. Und nofollow-Links von hochwertigen, gut besuchten Quellen sind wegen ihres indirekten Werts weiterhin erstrebenswert.

rel=sponsored erklärt

`rel=“sponsored“` gilt für alle Links, die aus einer bezahlten Beziehung entstehen: Bannerwerbung, Affiliate-Links, gesponserte Artikel, Advertorials. Google verlangt schon seit Jahren, dass bezahlte Links mit `rel=“sponsored“` oder mindestens `rel=“nofollow“` gekennzeichnet werden. Das sponsored-Attribut gibt dieser Anforderung eine präzisere Form.

rel=ugc erklärt

`rel=“ugc“` steht für User Generated Content. Markiert werden damit Links in Kommentarbereichen, Forenreplies und Community-Posts, überall dort also, wo Nutzer selbst Links einfügen können, ohne dass der Website-Betreiber jeden einzelnen Link prüft. Wer eine Plattform mit Nutzerkommentaren betreibt und `rel=“ugc“` nicht setzt, riskiert, dass der eigene Linkjuice unkontrolliert an Dritte weiterfließt.

Man kann mehrere rel-Werte kombinieren. Ein bezahlter Link in einem Kommentarbereich lässt sich so auszeichnen:

„`html

<a href=“https://example.com“ rel=“nofollow sponsored“>Linktext</a>

„`

Google akzeptiert diese Kombination und zieht das spezifischste Signal heran.

Oft übersehen wird in der Praxis noch ein weiterer Aspekt: Die Wahl zwischen nofollow, sponsored und ugc hat auch eine rechtliche Dimension. In Deutschland und der EU verlangen die Werbekennzeichnungspflichten bei gesponserten Inhalten eine klare Trennung von redaktionellen und kommerziellen Aussagen. `rel=“sponsored“` ergänzt auf technischer Ebene, was die textliche Kennzeichnung („Anzeige“, „Werbung“) auf inhaltlicher Ebene leistet. Beide Ebenen zusammen zeigen Suchmaschinen und Nutzern transparent, wann eine Beziehung kommerzieller Natur ist.

Nofollow-Links übertragen keinen PageRank, können aber indirekte SEO-Vorteile bringen. Sie sorgen für Referral-Traffic, stärken die Markenbekanntheit und sind Teil eines natürlichen Linkprofils. Ein Backlink-Profil, das ausschließlich aus dofollow-Links besteht, sieht für Google unnatürlich aus und kann algorithmische Warnsignale auslösen.

„Helfen nofollow-Links beim Ranking?“ lässt sich deshalb nicht mit einem schlichten Ja oder Nein beantworten. Entscheidend ist, was man unter „helfen“ versteht.

Direkter SEO-Nutzen

Beim direkten Nutzen ist die Antwort klar: Nofollow-Links übertragen keinen PageRank auf dem Weg, wie dofollow-Links es tun. Das ist auch nach dem 2019-Update der Regelfall. Wer gezielt Links für Ranking-Verbesserungen aufbaut, konzentriert sich primär auf redaktionelle dofollow-Links von thematisch passenden, autoritären Seiten.

Vereinfacht wäre es trotzdem zu sagen, nofollow-Links hätten nie direkte Wirkung. Unter dem Hint-Modell entscheidet Google im Einzelfall. Ein nofollow-Link von einer thematisch sehr eng passenden, stark frequentierten Redaktionsseite kann nach Googles Einschätzung anders behandelt werden als ein nofollow-Link in einem Spam-Verzeichnis. Wie oft Google von dieser Flexibilität Gebrauch macht, ist von außen nicht messbar. Das Modell öffnet aber prinzipiell die Tür für direkte Signale auch aus nofollow-Quellen.

Nofollow-Links komplett zu ignorieren wäre ein strategischer Fehler. Vier indirekte Vorteile machen sie aus den richtigen Quellen wertvoll:

  • Referral-Traffic: Ein nofollow-Link auf einem stark frequentierten Reddit-Thread, einem Wikipedia-Artikel oder einer Branchenpublikation kann viele Besucher schicken, völlig unabhängig vom nofollow-Attribut. Diese Besucher können konvertieren, deinen Content weiterteilen und selbst redaktionelle dofollow-Links setzen, nachdem sie auf deine Seite aufmerksam wurden.
  • Markenbekanntheit: Erwähnungen auf autoritären Seiten, auch mit nofollow, bringen dein Angebot vor ein relevantes Publikum. Das kann zu Branded-Search-Wachstum führen, zu Direktbesuchen und zu weiteren Links von Redakteuren, die deinen Content dort entdecken.
  • Natürliches Linkprofil: Echte Websites ziehen Links aus Wikipedia, Nachrichtenaggregatoren, sozialen Netzwerken und Verzeichnissen auf sich, die alle typischerweise nofollow setzen. Ein Backlink-Profil, das ausschließlich aus dofollow-Links besteht, sieht künstlich aus. Wer sein Profil analysiert, sollte prüfen, ob das Verhältnis von dofollow zu nofollow einem organischen Muster entspricht. LinkForce bietet dafür passende Analysewerkzeuge, um das eigene Profil einzuordnen.
  • Mögliche direkte Signale nach 2019: Unter dem Hint-Modell kann Google einzelnen nofollow-Links folgen, wenn der Kontext auf eine echte redaktionelle Verbindung hindeutet. Einkalkulieren sollte man diesen Effekt nicht. Trotzdem macht er nofollow-Links auf starken, thematisch relevanten Seiten wertvoller als vor dem Update.

Die entscheidende Frage lautet nicht „Ist dieser Link nofollow?“, sondern „Bringt diese Platzierung mein Angebot vor die richtige Zielgruppe?“ Wenn die Antwort ja lautet, hat der Link Wert, unabhängig vom rel-Attribut.

Für Websites, die gerade erst mit dem Linkaufbau beginnen, lohnt sich ein Blick auf den Branchendurchschnitt. Gut positionierte Seiten in kompetitiven Nischen haben in der Regel einen deutlichen Anteil nofollow-Links in ihrem Profil, weil Markenerwähnungen, Pressecoverage und Social Shares eben oft nofollow kommen. Kein Nachteil. Das normale Bild organischen Wachstums.

Nofollow Links und SEO: Direkte Wirkung vs. indirekte Vorteile wie Referral-Traffic, Markenbekanntheit und natürliches Linkprofil

Nofollow gehört auf bezahlte Links und Werbung (besser: `rel=“sponsored“`), auf nutzergenerierte Inhalte wie Kommentare (besser: `rel=“ugc“`) und auf externe Links ohne redaktionelle Empfehlung. Interne Links sollten dagegen niemals mit nofollow ausgezeichnet werden. Die Wahl des falschen Attributs, oder das Weglassen wo es nötig wäre, zieht SEO-Probleme nach sich. Als Faustregel gilt: Setze nofollow bewusst und gezielt, nicht pauschal auf alle ausgehenden Links einer Seite.

Wann du nofollow setzen solltest

Diese Situationen verlangen ein `rel`-Attribut auf ausgehenden Links:

  • Bezahlte Links und Werbung: Google-Richtlinien verlangen, dass bezahlte Links mit `rel=“sponsored“` oder mindestens `rel=“nofollow“` gekennzeichnet sind. Wer das ignoriert, riskiert eine manuelle Aktion gegen die verlinkende Domain. Advertorials, bezahlte Gastbeiträge und jede Form von Linkplatzierung, für die Geld geflossen ist, fallen in diese Kategorie.
  • Affiliate-Links: Affiliate-Links sind eine kommerzielle Vereinbarung. Sie gelten laut Google-Richtlinien als sponsored und müssen entsprechend markiert werden. `rel=“sponsored“` ist hier präziser als `rel=“nofollow“`, aber beide Varianten erfüllen die Anforderung.
  • Kommentare und Foren: Wer eine Plattform mit nutzergenerierten Links betreibt, setzt `rel=“ugc“` oder `rel=“nofollow“` auf alle Kommentar-Links. Das schützt davor, dass der eigene Linkjuice unkontrolliert zu Seiten fließt, die man nie geprüft hat.
  • Links zu Quellen ohne redaktionelle Empfehlung: Wer auf eine Seite verlinkt, die er zitiert, aber nicht empfiehlt, zum Beispiel als Negativbeleg oder Gegenbeispiel, setzt `rel=“nofollow“`, um klarzumachen, dass kein Vertrauenssignal fließt.
  • Pressemitteilungen: Google behandelt Links in Pressemitteilungen als potenziell manipulativ. Wer Pressemitteilungen mit Links veröffentlicht oder verteilt, sollte diese Links mit nofollow versehen.

Häufige Fehler beim Einsatz von nofollow

Fünf Fehler tauchen in der Praxis besonders oft auf:

  • Interne Links mit nofollow versehen: Das ist in der Regel falsch. Interne Links helfen Google, die Struktur deiner Website zu verstehen und PageRank auf wichtige Seiten zu verteilen. Wer interne Links mit nofollow kennzeichnet, nimmt diesen Seiten Rankingkraft. Ausnahmen gibt es kaum: reine Login-Seiten oder technische Hilfs-URLs ohne Ranking-Wert.
  • Nofollow für PageRank Sculpting nutzen: In den 2000er Jahren versuchten manche SEOs, Linkjuice gezielt zu lenken, indem sie bestimmte Links auf nofollow setzten. Google stellte 2009 klar: Der PageRank, der durch einen nofollow-Link nicht fließt, verschwindet, er wird nicht auf andere Links umgeleitet. PageRank Sculpting mit nofollow funktioniert nicht.
  • Alle ausgehenden Links pauschal auf nofollow setzen: Wer jeden externen Link mit nofollow versieht, nimmt seinem Content Glaubwürdigkeit und lässt das Linkprofil unnatürlich wirken. Redaktionelle Links zu autoritären Quellen sollten dofollow bleiben.
  • `rel=“nofollow“` mit meta robots nofollow verwechseln: Das Link-Attribut `rel=“nofollow“` wirkt auf einen einzelnen Link. Das Meta-Tag `<meta name=“robots“ content=“nofollow“>` im Seitenkopf setzt dagegen alle Links der gesamten Seite auf nofollow, auch die interne Navigation. Diese Verwechslung kann eine ganze Seite aus dem internen Linknetz herausreißen.
  • `rel=“nofollow“` einsetzen, wo `rel=“sponsored“` korrekt wäre: Google bevorzugt eine präzise Kennzeichnung. Wer Affiliate-Links pauschal mit nofollow markiert statt sponsored zu verwenden, handelt nicht falsch, gibt Google aber weniger Information, was langfristig suboptimal ist.

Nofollow-Links erkennst du direkt im Browser über den HTML-Inspektor (Rechtsklick, dann „Untersuchen“) oder mit kostenlosen SEO-Browser-Erweiterungen. Beide Methoden liefern das Ergebnis in Sekunden. Kein kostenpflichtiges Tool nötig.

Im Browser prüfen: Schritt für Schritt

Der Browser-Inspektor ist die schnellste Methode für einzelne Links und braucht keine Zusatzsoftware:

  1. Öffne die Seite, auf der der Link steht.
  2. Rechtsklick auf den Link, dann „Untersuchen“ (Chrome) oder „Element untersuchen“ (Firefox).
  3. Der HTML-Quelltext öffnet sich, das Anker-Tag ist markiert.
  4. Prüfe, ob `rel=“nofollow“`, `rel=“sponsored“` oder `rel=“ugc“` vorhanden ist.
  5. Fehlt ein `rel`-Attribut vollständig, ist der Link dofollow.

„`html

<!– Nofollow-Link: rel-Attribut vorhanden –>

<a href=“https://example.com“ rel=“nofollow“>Linktext</a>

<!– Dofollow-Link: kein rel-Attribut –>

<a href=“https://example.com“>Linktext</a>

„`

Alternativ öffnest du den Quelltext der Seite direkt mit Strg+U in Chrome oder Firefox und suchst mit Strg+F nach „nofollow“. Für einzelne Seiten funktioniert das gut. Bei seitenweiten Audits wird die Methode schnell unpraktisch und unübersichtlich.

Mit Browser-Erweiterungen prüfen

Zwei kostenlose Erweiterungen machen nofollow-Links auf jeder Seite sichtbar, ohne dass du den Inspektor öffnen oder in den Quelltext tauchen musst:

  • SEO META in 1 CLICK: Zeigt alle Links der aktuellen Seite mit ihrem rel-Status an. Kostenlos für Chrome und Firefox. Besonders praktisch, wenn du auf einem fremden Artikel schnell alle Links auf dofollow oder nofollow prüfen willst.
  • Ahrefs SEO Toolbar: Markiert nofollow-Links direkt auf der Seite farblich (Standard: Orange) und liefert gleichzeitig Metriken zu Domain Rating, URL Rating und organischem Traffic, ohne dass du dich separat bei Ahrefs einloggen musst.

Beide Erweiterungen eignen sich gut, wenn du schnell prüfen willst, ob ein Link auf einer fremden Seite dofollow oder nofollow ist, bevor du Outreach-Kontakt aufnimmst oder Linkpotenziale bewertest. Sie sparen Zeit bei der manuellen Inspektion und geben dir auf einen Blick ein vollständiges Bild der Linkstruktur einer Seite. Wer regelmäßig Linkpotenziale prüft, kommt an mindestens einer dieser Erweiterungen kaum vorbei.

Für den eigenen Backlinkbestand ist ein dediziertes SEO-Tool die sinnvollste Wahl:

  • In Ahrefs Site Explorer filterst du im Backlinks-Report nach „Link type: Dofollow“ oder „Link type: Nofollow“ und siehst sofort, welcher Anteil deines gesamten Linkprofils PageRank weitergibt.
  • Google Search Console zeigt Backlinks zwar an, aber ohne Unterscheidung nach Follow/Nofollow. Für diese Analyse brauchst du zwingend ein Drittanbieter-Tool.
Google Search Central Dokumentation: Qualify your outbound links – offizielle Erklärung der rel-Attribute nofollow, sponsored und ugc

Das Verhältnis dofollow zu nofollow in deinem Profil ist ein Gesundheitsindikator. Ein Mix aus beiden gilt als natürlich. Ein Profil mit annähernd 100 Prozent dofollow-Links kann auf unnatürlichen Linkaufbau hindeuten; eines mit kaum dofollow-Links auf mangelnde redaktionelle Sichtbarkeit.

Wer eine eigene Website auf nofollow-Links prüfen will, kann den Ansatz auch umgekehrt anwenden: Ruf eine Seite deiner Website im Browser-Inspektor auf und such mit Strg+F nach „nofollow“, um zu prüfen, ob ausgehende Links korrekt ausgezeichnet sind. Gerade bei CMS-Systemen wie WordPress, die Plugins für Affiliate-Tracking oder Kommentarfunktionen nutzen, wird das nofollow-Attribut manchmal nicht automatisch gesetzt, obwohl es nötig wäre. Eine manuelle Stichprobe kostet wenige Minuten und kann unangenehme Überraschungen beim nächsten Google-Update verhindern.

Seit dem Google-Update vom September 2019, das ab März 2020 in Kraft trat, werden nofollow-Links als Hinweis behandelt, nicht mehr als harte Direktive. Google kann einem nofollow-Link folgen und PageRank weiterleiten, wenn die Systeme den Link als redaktionell wertvoll einschätzen. Die Standarderwartung bleibt aber: Nofollow-Links übertragen keinen PageRank zuverlässig. Wer Ranking-Stärke aufbauen will, setzt primär auf dofollow-Links aus thematisch passenden, autoritären Quellen.

Bis 2019 galt die einfache Regel: nofollow gleich null PageRank. Seit der Umstellung auf das Hint-Modell ist das differenzierter. Für die Praxis gilt: Nofollow-Links von sehr starken, thematisch passenden Quellen verdienen mehr Aufmerksamkeit als früher, auch wenn die direkte Wirkung weiterhin nicht garantiert ist.

Nein. Nofollow-Links von gut besuchten, thematisch relevanten Seiten liefern echten Referral-Traffic, stärken die Markenbekanntheit und tragen zu einem natürlich wirkenden Linkprofil bei. Kein Ersatz für dofollow-Links als Ranking-Treiber, aber sie schaden nicht. Ein Linkprofil ganz ohne nofollow-Links wirkt für Google sogar verdächtig. Erheblichen indirekten Wert können sie trotzdem bringen.

Was ist der Unterschied zwischen nofollow, sponsored und ugc?

Alle drei Attribute signalisieren, dass der Link nicht als redaktionelle Empfehlung gewertet werden soll. Der Unterschied liegt in der Präzision. `rel=“nofollow“` ist das allgemeine Signal für nicht weiter klassifizierte externe Links. `rel=“sponsored“` teilt Google mit, dass eine bezahlte Beziehung hinter dem Link steckt. `rel=“ugc“` zeigt an, dass der Link von einem Nutzer gesetzt wurde, nicht vom Website-Betreiber selbst. Google verlangt seit 2019, dass sponsored und ugc dort verwendet werden, wo sie zutreffen. `rel=“nofollow“` allein erfüllt aber noch immer die Grundanforderung, wenn man die genauere Kategorisierung weglässt.

Nein. Nofollow gehört auf bezahlte Links, Affiliate-Links, nutzergenerierte Links und Links zu Seiten, für die du keine redaktionelle Verantwortung übernehmen willst. Redaktionelle Links zu autoritären Quellen lässt du dofollow. Sie stärken die Glaubwürdigkeit deines Contents und senden ein positives Signal. Ein pauschales Nofollow auf alle externen Links sieht für Google genauso unnatürlich aus wie ein Linkprofil ohne jede nofollow-Verlinkung.

Ja, unter bestimmten Bedingungen. Nofollow-Links von hochfrequentierten, thematisch passenden Seiten erzeugen Referral-Traffic, der konvertieren kann und der andere Publisher auf deine Inhalte aufmerksam macht. Diese Publisher können anschließend redaktionelle dofollow-Links setzen. Im strategischen Linkbuilding spielen nofollow-Platzierungen auf autoritären Seiten eine unterstützende Rolle: Sie lassen das Linkprofil natürlicher wirken und schaffen Sichtbarkeit in relevanten Communities. LinkForce zum Beispiel integriert diese Perspektive beim Aufbau ausgewogener Linkprofile für seine Kunden. Die primäre Priorität bleibt aber der Aufbau redaktioneller dofollow-Links.